LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Rumlungern und Rentierschlitten

Corona-Tagebuch: Das große Schnattern
Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute geht es um das Rumlungern und einen beleuchteten Rentierschlitten.

„Liebes Corona-Tagebuch, meine Oma hat immer gesagt, dass mir mein Rumlungern mal nix einbringen wird. Hat sie gesagt. Und ich habe es ihr immer beinahe geglaubt.

Neulich lungerte ich in Burgkunstadt rum. Mit einem Kumpel und einer Kumpelin. Wir lungerten so nächtens durch die dunkle Kälte und gerieten an ein Haus, das war wunderbar beleuchtet. Ein Rentierschlitten stand im Garten, der aus Lichtern bestand, und die Rentiere konnten sogar ihre Köpfe schwenken. All die Bäume und Hecken und Zäune waren auch mit Lichtern versehen, der Balkon, die Terrasse, die Einfahrt und überhaupt alles.

Würde man all diese Lichter zählen wollen, so könnte man wohl ein halbes Leben damit verbringen. Aber das Erstaunlichste war die Garageneinfahrt, denn dort fand die Projektion eines Filmes (in Dauerschleife) statt, und der handelte davon, wie der Weihnachtsmann Wichteln oder Zwergen dabei zusah, wie diese ihre Weihnachtsvorbereitungen trafen.

Ein Trio mit einer großen Idee

Da kam meinem Kumpel, der Kumpelin und mir eine Idee: Wenn man das Geschehen mit verstellten Stimmen kommentiert, dann kann man das Handy ja dazu benutzen, die Projektion abzufilmen, den Ton aufzunehmen und das Ganze wie einen Tonfilm anmuten zu lassen.

So könnte man jede Menge Kinder und Erwachsene grüßen, man braucht ja nur dummes Zeug reden und dabei ihre Namen nennen. Mein Kumpel, unsere Kumpelin und ich lungerten bestimmt eine halbe Stunde dort herum und wir nannten uns Bolle und Laurin.

Die Kumpeline schweigt dazu

Unsere Kumpelin trat stimmlich nicht in Aktion, irgendwas hatte sich auf ihre Stimmbänder gelegt und vielleicht waren sie ja verklemmt.

Liebes Corona-Tagebuch, es ist manchmal so einfach, sich einen schönen Abend zu machen, man braucht nur Ideen. Okay, zugegeben, man braucht dazu auch ein paar Mitmenschen, die beispielsweise in ihrem Garten und an ihrem Haus ordentlich etwas bieten. Aber so ganz allgemein gesprochen ist es doch recht leicht, sich ein Vergnügen zu bereiten.

Und jetzt berichte ich davon und es erscheint in der Zeitung. Dabei hatte meine Oma immer gesagt, dass mir das Rumlungern mal nix einbringen wird. Schade, schade, dass sie schon tot ist, ich hätte ihr gerne gezeigt, wie man sich doch irren kann. Ha!“

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