LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Mysteriöses im Biefkasten

Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Dieses Mal geht es um Einwürfe in den Briefkasten des Autor. Diese weisen einen handschriftlichen Vermerk auf. Und lassen rätseln.

„Als ich erwachte, dachte ich noch: Was für ein besinnlicher Tag! Als ich zum Briefkasten ging, wurde es noch viel besinnlicher. Ich fand eine Postkarte ohne Hinweis auf den Absender, dafür aber mit handschriftlichem Vermerk, wonach sie zu meinen Händen sei und ,zur tieferen Betrachtung‘. Bei solcher Formulierung wird ein Katholik stutzig und weiß, was das Stündlein geschlagen hat: innere Einkehr und Selbstprüfung. Auf der Postkarte stand, dass man auch mitten im Leben oder mitten im Beruf stehend noch Priester werden könne.

Steckt ein perfider Plan dahinter?

Jetzt ist es aber so, dass ein Unbekannter mit gleicher Handschrift mir vor Monaten schon mal etwas in den Postkasten warf, auch mit dem Hinweis zur tieferen Betrachtung.

Aber das war ein Wirtschaftsmagazin. Also entweder meint es jemand gut mit mir, oder alles dient nur einem perfiden Plan, mir meine bisherige liederliche Lebensführung auszutreiben. Lieber Absender, bitte entscheiden Sie sich mal, wie es mit mir weitergehen soll, ob Wirtschaft oder Kirche

Denn wie gesagt, ich befinde mich mitten im Leben und werde auch nicht jünger.“

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