LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Mutti versenken im Schwimmbad

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute geht es um eine ungewöhnliche Beobachtung im Schwimmbad und ein frei fliegendes Kind.

„Liebes Corona-Tagebuch, häufig werden Kinder ja missbraucht, um dem Ehepartner zu schaden. Besonders in zerrütteten Ehen und nach Scheidungen ist das zu beobachten.

Dass es auch subtiler geht, bewies ein Pärchen im Bad Staffelsteiner Schwimmbad. Er fröhlich, sie fröhlich, das Kind fröhlich. Das Kind, ein wohl vierjähriger Bub, war noch Federgewicht. So warfen ihn sich die Eheleute im seichten Bereich des Erwachsenenbeckens zu. Das Kind kreischte, das Kind johlte, die Eltern hatten Spaß. Wohl gut eineinhalb Meter Distanz (wohl die übliche Corona-Distanz) hatte das Kind im Flug ballistisch zu überwinden, um dem jeweiligen Elternteil in die auffangenden Arme zu fallen.

Einmal meckerte die Mutti ein wenig. Weshalb, das war schwer zu verstehen, weil Wasser zum Rauschen neigt. Was der Papa davon mitbekam, lässt sich schwer sagen. Aber der nächste Wurf gelang mit sehr viel … nennen wir es Verve. Der Junge flog durch die Luft, geriet an Mutti, und: Treffer – versenkt!“