LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Moderne Zeiten im Homeoffice

Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute geht es um Selbstoptimierung im Homeoffice. Schließlich leben wir in modernen Zeiten!

„Liebes Corona-Tagebuch, wir müssen uns alle ständig optimieren. Die moderne Zeit mit ihrer modernen Arbeitswelt verlangt danach, und die moderne Zeit ist unerbittlich. Niemand weiß, wozu die Zeit taugt, aber sie ist da, und sie hat Macht.

Um der neuen Zeit meinen guten Willen zu zeigen, habe ich mich dazu entschieden, während des Frühstücks die Tagesplanung zu machen. Das erlaubt mir, schon während der Zeit der Tagesplanung mit der Arbeit zu beginnen.

Da ich im Homeoffice bin, nimmt niemand Anstoß daran, wenn ich die Gelegenheit ergreife, meinen Laptop auch zu dann und wann anfallenden Toilettenbesuchen mitzunehmen. Wenn man schon sitzt, kann man schließlich auch arbeiten. Man kann im Sitzen auch telefonieren, aber Telefonate auf dem WC verbieten sich erfahrungsgemäß, weil man ja nie weiß, mit was für Themen einem der Angerufene so kommt und welche Unterlagen man dann zur Hand haben müsste. Tatsächlich habe ich mir dringliche Telefonate in die Zeit meiner mir zustehenden Rauchpausen gelegt. Ich bin zwar Nichtraucher, aber meine Raucherpausen lasse ich mir deswegen noch lange nicht nehmen. Um meine Zeit im Homeoffice effektiver zu nutzen, habe ich das Kochen eingestellt. Beim Kochen hat man einfach nicht die Hände frei für den Laptop, und wie ich herausfand, gibt es auch Lieferdienste. Wenn man das seinem Steuerberater gegenüber anführt, könnte der daraus ein Modell stricken, das einen unterm Strich satt und produktiv werden lässt.

In der Freizeit von Synergien profitieren

Auch die Sache mit dem Duschen lässt sich besser hinkriegen, dafür sorgen an der Wand anzubringende Notizblöcke, bei denen das „Papier“ kein Papier ist, sondern beschriftbar und nicht aufzuweichen. Wenn man dann beim Shampoonieren der Haare die Kopfhaut durch gleichbleibend kreisende Bewegungen mit massiert, erhöht das die Chance auf gute berufliche Einfälle.

Was die Wahl des Lebenspartners anbelangt, so empfiehlt es sich, nur noch Menschen in Betracht zu ziehen, die im gleichen Beruf wie man selbst arbeitet, um dadurch auch in der Freizeit von Synergien zu profitieren.

All diese Bilder und Ideen schwirrten mir im Kopf herum. Dann bin ich aufgewacht. Gott sei Dank war noch alles im erträglichen Rahmen und nicht ausgeufert. Ich saß zwar auf dem WC, aber es war natürlich kein Laptop dabei, der mich mit Arbeit konfrontierte. Es lief vielmehr die Sportschau.“

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