LICHTENFELS

Corona–Tagebuch: Mit 40 Jahren Verspätung

Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch.

Dieses Mal geht es um ein Zeitreise, die süß, aber eben auch zartbitter ist. Ausgerechnet ein französische Teenie-Klamotte reißt Wunden auf. Und das nach über 40 Jahren! Manchen Filmen kann man aber eben einfach nicht entkommen.

Aber lassen wir das unseren Autoren selber erzählen: „,Die Zeiten haben auch etwas für sich', erklärte mir eine Bekannte heute.

Und die Frau hat recht, aber sie ist ohnehin so oft in der Natur unterwegs, dass sie zwangsläufig nur gesunde Ansichten entwickeln kann.

Die Sache mit dem Lebenstempo

Wie sagte sie mal über das veränderte Lebenstempo, das Corona mit sich bringt: ,Jetzt kann man sich neuen Herausforderungen stellen, alte Sichtweisen über Bord werfen, endlich Dinge anpacken, die man immer vor sich herschob.'

Nach diesem Motto ist auch ein guter Bekannter von mir verfahren und hat diese Zeit zum Anlass genommen, sich einer Aufgabe zu stellen, um die er immer einen großen Bogen machte.

Seit der Oberstufenzeit einen Bogen gemacht

Auf Anraten einer wiederum ihm bekannten Frau, stellte er sich wie ein Mann einer Aufgabe, um die er seit seiner Oberstufenzeit naserümpfend einen weiten Bogen machte. Mit genügend Bier sah er mit 40 Jahren Verzögerung den Film ,La Boum – die Fete' an, jenen französischen Film mit der Marceau in der Hauptrolle. Der Film steht im Verdacht, eine Schmonzette für Pubertierende zu sein.

Eine echte Herausforderung

Eine fürwahr echte Herausforderung für einen ausgewachsenen Mann. Und jetzt hat er den Salat.

Zwar ist er nun sehr angetan von der feinfühligen Behandlung des Themas, aber er fühlt auch ein schmerzhaftes Bedauern darüber, dass er nicht mehr jung ist, dass er lange nicht mehr verliebt und keine seiner Freundinnen auch nur annähernd Sophie Marceau war.“

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