LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Lebt man beringt wirklich gesünder?

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Hat ein Zeckenbiss als logische Folge, dass man das Singledasein beenden sollte?

„Liebes Corona-Tagebuch, bitte fasse das jetzt nicht als Jammern auf, aber lass mich noch einmal auf die Sache mit dem Zeckenbiss zu sprechen kommen. Von selbst würde ich mit der alten Leier gar nicht anfangen, aber da ich ja nun Borreliose in der Hose habe (hinten links), entwickelt mein Umfeld so seine Theorien zu meinem Lebenswandel.

Man bedauert sehr, dass ich mein Dasein als Single friste. Irgendwer wackelte mit einer Statistik an, wonach verheiratete oder wenigstens gebundene Männer länger leben würden, als die freien und unberingten.

Die Statistik findet Markus Häggberg zweifelhaft

Sehr gut gefielen mir die Worte, die mir ein guter, lieber, bester Freund angedeihen ließ, und die nichts weniger waren, als das ultimative Loblied auf die Frauen und ein Plädoyer für die Ehe, die Liebe (interessante Reihenfolge), die Zweisamkeit, die Harmonie und das Miteinander, dieses ach so harmonische Miteinander.

Eine Fernbeziehung solle ich mit einer Frau nicht mehr eingehen, sagte er. Und ich folgerte daraus, dass es ihm für mich wohl eher um die Vorzüge des Regionalverkehrs ging. „Falsch“, sagte er, „es geht mir mehr um deine Gesundheit“.

Ich glaube, ich habe in diesem Moment sehr langsam geschaut, aber mein beschlagener, weltgewandter, guter, bester Freund kann auch sehr pragmatisch sein. Er meinte einfach nur, dass Untersuchungen am besten regelmäßig zu geschehen haben.

Einer Frau an meiner Seite (hinten links) wäre der Zeckenbiss längst aufgefallen. Ein wirklich interessanter Ansatz, ich werde mal darüber nachdenken.“