LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Grüße von der Gartenparty

Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute geht es um eine Gartenparty: ein kompliziertes Thema.

„Liebes Corona-Tagebuch, wer eine Gartenparty schmeißt, der kann was erzählen. Ute kann auf jeden Fall, denn moderne Zeiten haben auch moderne Partys.

Ute selbst stammt nicht aus der modernen Zeit, sie ist noch vom alten Schlag und dachte doch glatt, dass ein aufgestellter Grill, Lampions, ordentlich Fleisch, Bier und ein Garten völlig ausreichend wären. Jetzt ist es aber so, dass eine Party ja irgendwie auch von den Gästen lebt.

Wenn das falsche Bier auf den Mage schlägt

Und die kamen dann auch, mehr oder weniger pünktlich. Da wäre beispielsweise Olaf gewesen. Ein sehr heiterer Mensch, wie man hört. Nur vielleicht nicht an diesem Abend. Oder Anne, die sich wunderte, dass man heute noch Fleisch auf den Grill legt. Steve war auch interessant. Ein Kerl wie ein Baum, der schon beim Eintreten durch die Gartentür seine Bedenken äußerte, dass er diese hier angebotene Biersorte „vom Magen her“ vermutlich nicht vertragen wird.

Darum habe er sich vorsorglich zwei Flaschen Bier aus eigenem Bestand mitgebracht. Bei dieser Gelegenheit musste ich immer an den alten Witz denken, wonach ein Mann bei so einer Party aufschlägt. Und auf die Frage danach, was er mitgebracht habe, antwortet: „Ich habe meinen Schwager mitgebracht.“ So einer ist der Klaus, auch wenn man ihm das witzelnd unterstellte, aber nicht. Klaus gehörte auch zu den etwa zwölf Gästen, die sich nach und nach einfanden. Klaus spricht nicht viel, aber wenn er was sagte, dann tat das meistens nix zur Sache.

Natürlich muss es vegan sein

Woher Ute jetzt etwas Veganes herzaubern sollte, konnte sie nach der durch Felix an sie ergangenen Frage danach nicht sofort beantworten. Mann müsse halt noch auf Silvia warten, die vermutlich so etwas mitbringen würde. Das tat die Silvia auch, aber es sollte mehr so zur Deckung des Eigenbedarfs sein.

Der Rest der Gäste war relativ normal, wenn man von Angelika und Tim mal absieht, die nur kurz mal vorbeischauen wollten, nicht lange blieben und es auch nicht guthießen, dass Ute Partybilder mit ihnen machen wollte. Wegen Persönlichkeitsrechten und Datenschutz und so. Das habe man zu respektieren.

Ein Bier zum Smartphone

Die Party selbst sollte einigermaßen gesellig verlaufen. Manche tranken beim Bedienen ihrer Handys, manche aßen dabei sogar. Na gut, zugegeben, vielleicht war Klaus tatsächlich der normalste von allen. Und natürlich brachte er nicht seinen Schwager mit. Er brachte seinen Bruder mit!“

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