LICHTENFELS

Corona–Tagebuch: Ein Prosit auf das Homeoffice

Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Dieses Mal geht es um das Homeoffice mit Überraschungseffekt und warum geprostet wird.

„Schneite gestern bei einem Kumpel rein. Er arbeitet coronabedingt im Homeoffice und kann sich seine Zeit sogar einteilen. So etwas gilt es auszunutzen. Ich also mit ordentlich Bier die Treppen hoch und bei ihm geklingelt. Kumpel machte auf und erklärte mir, wie wenig Spaß ihm seine Arbeit derzeit macht. Seine Kollegen fehlen ihm und Telefonkonferenzen sind zwar sinnvoll, aber eben nur eine Notlösung.

Der Rest aus dem Topf

Dann prosteten wir uns zu. Seine Freundin brachte uns irgendeinen Rest aus irgendeinem Topf, und so aßen wir. Und prosteten uns zu. Dann erklärte mir mein Kumpel, was er in seinem Job derzeit genau macht, beziehungsweise was er im Grunde derzeit weniger genau macht, weil Corona die übliche Arbeitsweise ja nicht zulässt. Das machte ihn melancholisch und so brachte ich einen heiteren Trinkspruch aus. Dann prosteten wir uns zu.

Noch während mein Kumpel mir etwas von Bedeutung zu seinem beruflichen Projekt erklären wollte, ging ein Anruf für ihn ein. Kurzfristig wurde ihm erklärt, er habe in fünf Minuten an einer Skype-Konferenz teilzunehmen. Es sei ein neuer Auftrag reingekommen, und es geht aufwärts. Dann legte mein Kumpel sein Handy zur Seite und zwinkerte mir zu.

Schön, wenn man sich auf so etwas zuprosten kann. Dann kam seine Freundin wieder und begeisterte uns für etwas Nachtisch. Dazu passte kein Bier. Dazu passte ein Likör. Bei der anschließenden Skype-Konferenz ging es um ernste Dinge und um Geschäftszahlen. Es war beinahe nüchtern. Dann verteilte der Chef unter den Konferenzteilnehmern die Aufgaben. Und dann prosteten sie sich bekräftigend zu.

Wirklich kein Zuckerschlecken

Mein Kumpel hatte jetzt zu arbeiten und so verabschiedeten wir uns. Nicht jedoch, ohne vorher noch mal anzustoßen. Liebes Tagebuch, man kann sagen was man will, aber Arbeit im Homeoffice ist auch kein Zuckerschlecken.“

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