LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Ein Geständnis nach 20 Jahren

Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute findet er nachdenkliche Töne. Es geht es um ein Geständnis und verpasste Zeit. Und um nichts weniger als wahre Gefühle und vielleicht die ganz große Liebe. Warum man dies immer zeigen sollte.

„Liebes Corona-Tagebuch, jetzt ist es doch passiert. Sie musste es nicht herausfinden, er hat es ihr selbst mitgeteilt. Ihre Freundinnen hatten ja immer schon so einen Verdacht, dass da was dran sein könnte. Aber sie wollte es ihnen nie so recht glauben.

Eben doch nicht nur Gerüchte

Gerüchte, hatte sie gedacht, Gerüchte. Und jetzt? Jetzt wird alles anders werden, jetzt muss es das ja sogar. Silvia dachte an all die Jahre und daran, wie sie ihn einst kennengelernt hatte und wie alles begann. Vor 20 Jahren.

Sie fand ihn damals so toll, so toll. Sie dachte an all die Zeit und daran, was er ihr jetzt gestand, und wie er es tat.

Er druckste herum, gerade so, wie es jemand tut, dem etwas peinlich ist.

Er sagte ihr, dass er sie auch immer schon toll fand, seit damals schon, seit 20 Jahren also.

Glück mit Beigeschmack

Mein Gott, wie schade es doch um all die verpasste Zeit war, ist, bleibt. Liebes Corona-Tagebuch, manchmal hat Glück auch einen Beigeschmack.“

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