LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Bier aus der Wand

Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute geht es um die Ethik des Machbaren. Die hat etwas mit Gerstensaft zu tun.

„Liebes Corona-Tagebuch, es gibt sie noch, diese Männer, die unbeirrt ihren Weg gehen. Die, die sich nicht aufhalten lassen, die eine Sache durchziehen, knallhart und komme da, was wolle.

Die, die sich einer Herausforderung stellen und so lange an ihr arbeiten, bis das Problem gelöst ist. Die, die allen Widerständen trotzen und männlich entschlossen bei der Sache bleiben. Die, die sich auch durch Corona nicht davon abhalten lassen, anzupacken und einer Bestimmung zu folgen.

Werde ich zu pathetisch? Okay, ich kürze ab und komme zum Punkt. Da gibt es ein paar Jungs, nennen wir sie David und Daniel und Gustav. Jeder für sich erwachsen, verheiratet, seriös. Gemeinsam aber bilden sie ein pfiffiges Trio, das sich darauf versteht, sich das Leben mittels technischem Verständnis zu erleichtern.

Seit wenigen Tagen ist es den Jungs nun möglich, Bier über einen Hahn direkt aus der Hauswand zu zapfen. Wahlweise kann man dort auch den Wasserschlauch anschließen. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann kann man das, man muss es aber nicht.“

 

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