BAYREUTH/LICHTENFELS

Chance für geflüchtete Akademiker in Oberfranken

Muslim asian woman with the european flag.
Geflüchteten Akademikern und Akademikerinnen den Berufsstart erleichtern, darauf zielt ein Projekt der Universität Bayreuth ab. Foto: Universität Bayreuth

Geflüchteten Akademikern und Akademikerinnen den Berufsstart in Deutschland erleichtern und den Fachkräftemangel beheben – das sind die Ziele des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Bildungsprojekts „Profi in Mint“, das jetzt an der Universität Bayreuth startet.

Schleppende Anerkennung der Abschlüsse ein Problem

Die Campus-Akademie für Weiterbildung, das International Office und die Stabsabteilung Karriere Service und Unternehmenskontakte bieten als Pilot ab diesem Wintersemester den Zertifikatslehrgang „Technik und Management“ an. Anmelden können sich Geflüchtete mit einem akademischen Hochschulabschluss im Ingenieurwesen, in einer Naturwissenschaft oder in einem vergleichbaren Studium aus dem Mint-Bereich (Mint = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und Deutschkenntnissen auf Niveau B2. Der Kurs ist für sie kostenlos.

Wer in Deutschland einer hochqualifizierten Tätigkeit nachgehen möchte, bedarf eines akademischen Abschlusses – eine Voraussetzung, die viele nach Deutschland Geflüchtete bereits erfüllen. Zudem verfügen sie oft über bereits einschlägige Berufserfahrung. Doch die Anerkennung hiesiger Ämter und Unternehmen verläuft schleppend bis schwierig. Demgegenüber steht der eklatante Fachkräftemangel im Mint-Bereich. Auf diese Situation reagiert nun das vom DAAD geförderte Bildungsprojekt „Profi in Mint“, das geflüchtete Akademikerinnen und Akademiker aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik anspricht.

Neben der Campus-Akademie für Weiterbildung der Universität Bayreuth erweitern die Servicestelle Flucht und Migration sowie die Stabsabteilung Karriere Service und Unternehmenskontakte der Universität Bayreuth mit ihrer Expertise die neue fachbezogene Qualifizierungsmaßnahme „Technik und Management“.

Der Kurs frischt ingenieurwissenschaftliches Wissen auf und vermittelt wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen. Fachsprachkurse im Wirtschafts- und Mint-Bereich sind verpflichtend, um die vorhandenen Deutschkenntnisse der Geflüchteten zu verbessern. Darüber hinaus bietet der Karriere Service der Universität Bayreuth verschiedene Veranstaltungen rund um die Themen „Bewerbung und Berufseinstieg“ an.

Mentoring-Programm wird installiert

Das Angebot ist ein Bündel aus Vermittlung bedarfsgerechter sprachlicher, fachlicher und überfachlich-methodischer Kompetenzen, individuell zugeschnittener Beratungs- und Betreuungsangebote sowie fach- und berufsbezogener Coaching-Formate: Damit sollen die Arbeitsmarktchancen hochqualifizierter Geflüchteter gesteigert und das damit verbundene Potenzial für den deutschen Arbeitsmarkt gezielt genutzt werden.

Zusätzlich wird ein „Alumni-Job-Mentoring-Programm“ installiert, in welchem den teilnehmendenGeflüchteten jeweils ein Mentor bzw. eine Mentorin an die Seite gestellt wird, um sie beim Berufseinstieg kompetent zu begleiten und zu unterstützen.

Die Qualifizierungsmaßnahme richtet sich an Geflüchtete, die über einen akademischen Hochschulabschluss im Ingenieurwesen,in einer Naturwissenschaft oder in einem vergleichbaren Studium aus dem Mint-Bereich verfügen. Deutschkenntnisse auf Niveau B2 sind Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Programm. Der Lehrgang startet erstmalig zum Wintersemester 2020/21 (2. November 2020) und soll zum Sommersemester 2021 in einem zweiten Durchlauf fortgeführt werden. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich, die Bewerbungsfrist endet am 15. Oktober 2020.

Für einen Kontakt: Campus-Akademie der Universität Bayreuth, Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth, Tel. (0921) 557323, E-Mail: profi@uni-bayreuth.de.

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