LICHTENFELS

BI „Klimaentscheid Lichtenfels“ sammelt weiter Unterschriften

Mit Freude haben die Mitglieder der Bürgerinitiative „Klimaentscheid Lichtenfels“ die Entscheidung des Lichtenfelser Bauausschusses aufgenommen, Klimaneutralität als weiteres Ziel in die gemeinsame Vision 2030 aufzunehmen und darüber hinaus zu prüfen, ob hierzu eine eigene Arbeitsgruppe zu etablieren ist. Weiter zeige der Stadtrat mit dem einstimmig angenommenen Antrag von Christian Barth (JB), dass effektiver Klimaschutz als ein alle Parteien übergreifender Grundsatz für eine zukunftsfähige Politik zu verstehen sei. „Die Stadt Lichtenfels verändert damit ihre Klimaschutzpolitik grundlegend“, so die Initiatoren der Initiative in einer Pressemitteilung.

Dieser Beschluss verwirkliche zwei wesentliche Forderungen des Bürgerbegehrens „Klimaentscheid Lichtenfels“: Eine Erweiterung der Vision 2030 um Klimaneutralität und die Bereitschaft, dies als grundlegende Aufgabe allen politischen Handelns zu verstehen.

Das große Vorhaben mit Inhalten füllen

Nun gelte es dieses große Vorhaben mit Inhalten zu füllen. Dies wiederum stelle die noch offene Kernforderung des Bürgerbegehrens dar: Die Ausarbeitung eines Klimaaktionsplans in Zusammenarbeit mit Sachverständigen, der ausgehend von den momentanen Kohlendioxid-Emissionen für alle Sektoren ermittelt, wie Lichtenfels gemeinsam das Ziel einer Klimaneutralität im Sinne der Vision 2030 und des Pariser Klimaabkommens erreichen könne.

Nur so könnten die Bürger erforderliche Maßnahmen abschätzen und auf ihre soziale Verträglichkeit hin diskutieren. Auch dies, so habe es Christian Barth in seinem Antrag richtig herausgestellt, sei eine Grundvoraussetzung für einen Erfolg. Ebenso ließen sich so bestehende Finanzierungslücken beziffern und an Landkreis, Land und Bund adressieren.

Der Beschluss des Bau- und Umweltausschusses falle nun zeitgleich in das vor einem halben Jahr ausgegebene Ende der Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren „Klimaentscheid Lichtenfels“. Dieses Datum wurde von der Initiative gesetzt, um die Werbekampagne und Unterschriftensammelaktionen zielgerichtet planen zu können. Zudem gebe es in Bayern keine gesetzlichen Fristen für Bürgerbegehren. „Wir liegen momentan hinter unserem Plan und haben es noch nicht geschafft, allen Bürgern der Korbstadt die Möglichkeit zu geben, mit ihrer Unterschrift Teil des Bürgerbegehrens zu werden. Uns fehlen die vielen Dorffeste, das Schützenfest, Kultur- & Musikveranstaltungen und nicht zuletzt der Korbmarkt. Trotzdem haben fast 800 Bürger aus dem Stadtgebiet bei uns unterschrieben. Darüber sind wir sehr dankbar und unser Entschluss steht fest: Wir sammeln bis zum 31. Dezember weiter. Auch, um unseren Politikern zu zeigen, wie viele Bürger bei ihren Bemühungen um eine klimaneutrale Zukunft hinter ihnen stehen. Gleichzeitig ist unser Bürgerbegehren das Versprechen, weiterhin kräftig mitzuhelfen und unsere politischen Verantwortungsträger zielgerichtet zu unterstützen. Unsere Initiative ist eine lebendig und gemeinsam gestaltete Vision 2030 für die Korbstadt“, so der Tenor der BI.

Die aktuelle mediale Berichterstattung zum G20 Gipfel in Rom und der momentan laufenden Weltklimakonferenz in Glasgow würden wieder zeigen: „Wir stehen vor einer immensen globalen Aufgabe und die Zeit drängt. Jedoch sind nicht einmal die konsequente Umsetzung von bereits bestehenden völkerrechtlichen Verpflichtungen aus Rom oder Glasgow zu erwarten. Diese müssen wir gemeinsam vor Ort erarbeiten. Klimaschutz beginnt da wo Menschen leben. Bei uns zu Hause und in unserer Stadt. Alle sind eingeladen, mit ihrer Unterschrift Teil davon zu werden und unsere Zukunft aktiv mitzugestalten. Neue Flyer und Unterschriftenlisten finden sich schon in vielen Briefkästen.“ (red)

Schlagworte