LICHTENFELS

Besuchsverbot im Pflegeheim "Am Weidengarten" Lichtenfels

Die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Bewohner des BRK-Wohn- und Pflegeheims "Zum Weidengarten" ist am Wochenende auf sieben gestiegen. Foto: BRK

Die Anzahl der vom Corona-Virus infizierten Bewohner/innen im BRK-Wohn- und Pflegeheim „Am Weidengarten“ in Lichtenfels hat sich am Wochenende auf sieben erhöht. Wie das Rote Kreuz in einer Medieninformation erläuterte, muss daher das Besuchsverbot weiterhin aufrechterhalten werden. Dies wurde mit dem Gesundheitsamt Lichtenfels abgestimmt.

Nach den Worten von BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak muss von einem so genannten Ausbruchsgeschehen ausgegangen werden, dem nur mit strengen Auflagen begegnet werden kann. Auch wenn alle Testergebnisse aus der Ende der vergangenen Woche vorgenommenen Reihentestung noch nicht vorliegen, genießen bei der gegenwärtigen Lage umfassende, mit den Behörden abgestimmte Schutzmaßnahmen für die Bewohner und die sie betreuenden Beschäftigten oberste Priorität. Dies betreffe insbesondere die Beobachtung von Krankheitsverläufen, die Dokumentation von Symptomen oder die Umorganisation des Aufenthaltes in den Zimmern.

„Jeder Mensch erhält beispielsweise gerne einen handgeschriebenen Brief oder einen Bildergruß.“
Thomas Petrak, BRK-Kreisgeschäftsführer

Die Quarantäneregelungen, die üblicherweise für die häusliche Umgebung gelten, sind auch für Pflegeeinrichtungen das einzig adäquate Mittel zur Bekämpfung der Pandemie, so Thomas Petrak weiter. Unter den Beschäftigten habe es bisher keine positiven Testergebnisse gegeben.

Die fehlenden Besuchsmöglichkeiten stellen die Bewohner und ihre Angehörigen vor eine weitere emotionale Belastung. Nur mit großer Geduld könne die Situation – so das Rote Kreuz – bewältigt werden. Dies erfordere die Mithilfe von vielen Beteiligten. Daher raten die BRK-Verantwortlichen den Angehörigen und Freunden zum Briefe schreiben. Thomas Petrak: „Jeder Mensch erhält beispielsweise gerne einen handgeschriebenen Brief oder einen Bildergruß.“

Jedes aufmunternde Wort ist jetzt hilfreich

Im Windfang des Haupteingangs wurde daher ein Postschrank aufgestellt, in dem die persönlichen Briefe und kleinen Geschenke abgelegt werden können. Ein Klingeln an der Haustüre sei dabei nicht erforderlich, da das Personal regelmäßig die Fächer inspiziere. Die Videotelefonie laufe wieder an, die schon zum Zeitpunkt des Lockdowns eingeführt worden war. Herzlich willkommen seien auch Grüße aus der Bürgerschaft oder von Kindern. Jedes Zeichen der Solidarität oder ein aufmunterndes Wort wäre wohltuend für die pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen und zeige ihnen, dass sie in dieser kritischen Zeit nicht alleine sind.

Abschließend lobte der Kreisgeschäftsführer den Einsatz des gesamten Personals mit Heimleiterin Annett Kürsten an der Spitze, die sich ruhig und besonnen der jetzigen Herausforderung stellen. Er dankte in diesem Zusammenhang auch dem Gesundheitsamt und der Heimaufsicht Lichtenfels für die konstruktive Zusammenarbeit. (red)

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