LICHTENFELS

Beim VdK Lichtenfels darf gefaucht werden

In der VdK-Geschäftsstelle haben sich Marder eingenistet. Aber Besucher bekommen die Tiere nicht zu Gesicht, die Fellträger leben jetzt unter dem Dach. Foto: red

Einen ungewöhnlichen Besuch gibt es in der VdK-Kreisgeschäftsstelle in Lichtenfels. Dort sind jetzt vorübergehend Marder eingezogen. Wie es dazu kam, das erzählt augenzwinkernd dieser Bericht, den uns der Sozialverband zugeschickt hat.

Tag 1: Am 27. Mai wurde die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter durch unbekannte Geräuschemissionen auf den Dachboden des Bürogebäudes gelenkt. Die hiesige Feuerwehr wurde daher um Unterstützung gebeten. Der Dachboden wurde von den Experten mittels Spezialkamera inspiziert. Gesichtet wurden lediglich bereits tote Beutetiere, unter anderem ein frisch getöteter Vogel. Als Verursacher der Geräusche wurde zunächst eine Katze vermutet.

Von wegen nur eine Katze

Tag 2: Die langjährige Mitarbeiterin Simone Großmann staunte nicht schlecht, als ihr zu Dienstbeginn ein laut quietschendes Fellknäuel entgegen fauchte. Wer von beiden sich mehr erschrocken hat konnte leider nicht ganz aufgeklärt werden. Schnell war klar, dass es sich nicht, wie zuerst vermutet, um eine Katze, sondern um einen Marder handelt.

Da die Tiere dem Jagdrecht unterliegen und aktuell Schonzeit besteht musste erst die rechtliche Lage im Vorfeld abgeklärt werden. Dank der raschen Zusammenarbeit aller zuständigen Behörden gelang dies noch bis zum späten Nachmittag. Die Tierrettung konnte so für den folgenden Tag eingeplant werden. Bis dahin wurde das Tier von allen Mitarbeiterinnen liebevoll mit Wasser und Futter versorgt.

Tag 3: Sichtlich berührt waren alle Mitarbeiterinnen, als im Lauf des Vormittags ein Marderjunges (acht bis zehn Wochen) an die Glasscheibe des Eingangsbereichs drückte und neugierig und furchtlos auf sich aufmerksam machte. Gegen Mittag gelang der erfahrenen Expertin Frau Apel aus Coburg die professionelle Tierrettung.

Das Junge leider verstoßen

Da die Mardermutter ihr Junges leider verstoßen hat, musste das Marderbaby zur weiteren Versorgung und Aufzucht ins Tierheim Lichtenfels gebracht werden. Die restliche VdK-Marderfamilie bleibt selbstverständlich Gast im Dach der Geschäftsstelle. Erst im Frühherbst kann aufgeräumt und der Einschlupf verschlossen werden. Das gesamte VdK-Team wünscht dem kleinen Ausreißer alles Gute beim Erwachsenwerden und viel Glück bei der späteren Auswilderung. (red)

Beim VdK  Lichtenfels darf gefaucht werden
Marder sind bei so manchem Zeitigenossen als Kabelbeißer (Symbolbild) gefürchtet. Die Tier stehen aber unter Schonzeit. ... Foto: Foto:Philipp Schulze/dpa

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