LICHTENFELS

Aufgemerkt: Brunft beim Rehwild im Landkreis Lichtenfels

Brunftige Rehe rennen auch unvermittelt über die Straßen. Foto: Dieter Radziej

Ein reges Treiben steht in den kommenden Tagen in Feld und Wald bevor, denn das Rehwild hat Paarungszeit; die Brunft. Dabei treibt der Bock die brunftige Geiß durch den Wald die Felder und liefert sich mitunter mit Rivalen spektakuläre Verfolgungsjagden. Ein Grund mehr auch für die Verkehrsteilnehmer jetzt besondere Vorsicht walten zu lassen.

Der Grund für all dies ist nicht nur die Jahres- oder Ferienzeit, sondern vor allem die Tatsache, dass in dieser Jahreszeit, also Mitte Juli bis Mitte August, das weibliche Rehwild Duftstoffe absondert und damit seine Paarungsbereitschaft signalisiert. Dies bleibt natürlich auch dem Rehbock nicht verborgen, der dann die Geiß bedrängt; geschieht dies gar zu aufdringlich, reagiert das weibliche Reh mit einem schrillen Fiebton und rennt davon.

Nicht selten kopflos springt dann der Rehbock hinterher und nachdem ja bekanntlich „Liebe auch im Tierreich blind machen kann“, jagen brunftige Rehe auch unvermittelt über die Straßen. Die Folge dessen sind häufig Wildunfälle und gerade deshalb appellierte der Vorsitzende des Bayerischen Jagdschutz- und Jägervereins von Lichtenfels, Micheal Ament, an die Verkehrsteilnehmer: „Fahren sie auch in ihrem eigenen Interesse in der jetzigen Jahreszeit, speziell wenn dies entlang von unübersichtlichen Straßenrändern, durch Waldstücke, vorbei an Hecken, oder zwischen Mai- und Getreidefelder geschieht, besonders vorsichtig“.

Ament weiter: „Behalten sie dabei auch den Fahrbahnrad im Auge und sind sie bremsbereit“. Dabei gilt es gerade in der jetzigen Jahreszeit zu beachten, dass in der Paarungszeit ein Reh nie selten alleine kommt, oder die Straßen überspringt. Geschieht dies bei Dunkelheit, sollte versucht werden abzublenden und kontrolliert zu bremsen. Ist eine Kollision nicht mehr zu verhindern, muss das Lenkrad unbedingt gerade gehalten werden und es sollten keinesfalls unkontrollierte Ausweichmanöver vorgenommen werden, empfiehlt der Jagdverband.

Augen auf und bremsbereit

Wer zudem jetzt durch die Landschaft radelt oder läuft sollte ebenfalls bei spontanen Begegnungen mit dem Rehwild nicht zu überrascht sein, denn in den jetzigen Sommermonaten ist die Paarungszeit und dann ist das Rehwild manchmal selbst ganz einfach nicht zu bremsen. Wenn der Rehbock dem weiblichen Rehwild hinterher jagt, dann kann es auch zu überraschen Begegnungen im Straßenverkehr kommen.

Bremsbereit sein, sollte gerade in der jetzigen Jahreszeit die Devise bei Fahrten durch Waldstücke, an Straßenrändern vorbei oder bei der Fahrt zur Mais- und Getreideschläge lauten, den häufig springt ein Reh auf die Straße.

Wenn der Rehbock dem weiblichen Rehwild hinterher jagt, dann kann es auch zu überraschen Begegnungen im Straßenverkehr ... Foto: Dieter Radziej

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