LICHTENFELS

Corona und verborgene Schönheiten

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch.

Dieses mal geht es über unerwartete Entdeckungen bei spätabendlichen Spaziergängen. Doch für die besagten Einblicke muss er schon nach oben blicken. Doch das lohnt sich. Und unser Autor weiß natürlich bestens warum. Lassen Sie sich doch einfach überraschen.

„War gestern spätabends noch unterwegs. Beine vertreten, Kopf freibekommen. Es fühlte sich eigenartig an, schon fast ein bisschen verboten.

Nachts im Skilager auf gefährlichen Wegen

So wie damals in der 11. Klasse, als wir im Skilager waren und nachts zum Flügel mit den Mädels stiegen. Es ging nur übers Dach und weil das rutschig war, passte dort auch kein Lehrer auf. Aber ich schweife ab. Jedenfalls schlappte ich so einsam durch die Innenstadt, die Nachtluft zum Tagesausklang einsaugend. Wenn man alleine schlappt und nicht von Kneipen und Passanten abgelenkt wird, hat man ja ordentlich Zeit zum Gucken. Dann stellt man fest, wie reizvoll manch beleuchtete Fenster doch sind und es sind natürlich die, die mindestens im ersten Stock und darüber liegen.

Es ist auch anständiger, als durch die Fenster in Erdgeschossen zu gucken.

Na jedenfalls war ich früher nie so sensibilisiert für die Vielzahl an Schönheiten, die man oberhalb von Erdgeschossen durch Fenster zu sehen bekommt. Beleuchtet, hell und stolz.

Zeugen des alten Bürgerstolzes

Woran Sie denken, lieber Leser und liebe Leserin, das weiß ich nicht. Aber wovon ich schreibe, das weiß ich genau. Ich schreibe von all den wunderschönen Stuckdecken, die in klarer und geschwungener Form von einstigem Lichtenfelser Bürgerstolz erzählen. Und es sind nicht wenige.“