LICHTENFELS

Corona: Wie die Führungsgruppe Katastrophenschutz arbeitet

„Der Schutz und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger haben oberste Priorität. Durch Einsatz der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) gelingt es, effizienter und schneller wirksame Maßnahmen einzuleiten und umzusetzen“, so Landrat Christian Meißner in einer Pressemitt... Foto: Landratsamt/Heidi Bauer

„Der Schutz und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger haben oberste Priorität. Durch Einsatz der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) gelingt es, effizienter und schneller wirksame Maßnahmen einzuleiten und umzusetzen“, so Landrat Christian Meißner in einer Pressemitteilung.

Seit Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern vergangene Woche ist die FüGK im Landkreis mit der Koordination der Vorgehensweise in der Corona-Krise betraut.

In ständigem Austausch

Die sogenannte „FüGK“ steht auch in einem ständigen Austausch mit Regiomed sowie dem ärztlichen Kreisverband vor Ort und der Wirtschaft. Mit der Unterstützung des Einsatzleiters durch den Stab soll eine tief greifende Erfassung der Gesamtlage erreicht werden.

Aufgaben des Stabes sind die Beratung und Entlastung des Einsatzleiters bei der Beurteilung der Lage, beim Erkunden, Sammeln, Beschaffen, Bewerten und Weiterleiten von Informationen. Gleichzeitig wird die Einsatzleitung bei der Planung und Koordination des Einsatzes unterstützt, Entscheidungen werden vorbereitet und Einsatzpläne erarbeitet.

„Die Frage, wie wir nach der gesundheitlichen Krise nicht in eine wirtschaftliche geraten, treibt mich ständig um.“

Im konkreten Fall der Corona-Krise bedeutet dies, dass sich die FüGK damit befasst, wie die Anordnungen der Bayerischen Staatsregierung beziehungsweise der Bundesregierung konkret vor Ort umgesetzt werden. Ferner wie sichergestellt wird, dass und wie die Öffentlichkeit darüber informiert wird.

In erster Linie gehe es darum, die Weiterverbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Dazu müsse beispielsweise über die Verstärkung des medizinischen Personals, über die Anschaffung weiterer Schutzausstattung, Beatmungsgeräte, über zusätzliche medizinische Räumlichkeiten und vieles andere mehr gesprochen werden.

Der Landrat als oberster Entscheidungsträger werde von der Führungsgruppe Katastrophenschutz stets informiert und über die aktuellen Entwicklungen in Kenntnis gesetzt. „Ich kann mir so ein umfassendes Bild von der aktuellen Lage vor Ort machen“, erläutert Christian Meißner.

Ungewissheit als Herausforderung

Eine große Herausforderung sei die Ungewissheit, wie sich die Lage weiterentwickeln wird, sagt der Landrat weiter. „Ich setze auf die Mitarbeit unserer Bürgerinnen und Bürger.“ Er sei überzeugt, dass die Ausgangsbeschränkung eine richtige Entscheidung der Staatsregierung war. Gleichwohl sei ihm bewusst, dass die getroffenen Maßnahmen für viele, gerade für die Geschäftstreibenden und Unternehmer, einschneidend sind, für Verunsicherung, sogar Existenzangst sorgen.

„Die Frage, wie wir nach der gesundheitlichen Krise nicht in eine wirtschaftliche geraten, treibt mich ständig um,“ so Meißner weiter. Ihn erreichten täglich Anliegen und persönliche Schicksale, die ihm nahegehen. Er glaube ganz fest daran, dass diese Krise mit der Unterstützung aller gemeistert werde. Er rufe dazu auf, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden. „Bleiben Sie – wenn möglich – zu Hause zu Ihrem Schutz und zum Schutz anderer.“ (red)

Gemeinsam gegen Corona

In der Führungsgruppe Katastrophenschutz arbeiten die Landkreisverwaltung mit den örtlichen Blaulichtorganisationen, Rettungsdienst, Feuerwehr und THW, der Polizei und der Bundeswehr zusammen. An der Spitze steht Landrat Christian Meißner als Leiter des Landratsamts als Katastrophenschutzbehörde, Leiterin der FüGK ist die Leiterin der Abteilung „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ am Landratsamt Lichtenfels. Nachgeordnet ist der FüGK die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) mit ihrem Einsatzleiter, dem Kreisbrandrat Timm Vogler.

Schlagworte