LICHTENFELS

Lichtenfels: Die Schwarzstörche sind da

Lichtenfels: Die Schwarzstörche sind da
In die Fotofalle getappt: Der Schwarzstorch ist zurück aus dem Winterquartier. Foto: Bayerische Staatsforsten, P.Hagemann

Pünktlich zum Frühlingsanfang sind die Schwarzstörche an den Obermain zurückgekehrt. Das teilte der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten mit. Grundlage sind die ersten Wildkamera-Bilder dieses Jahres, die den scheuen Waldvogel bei der Nahrungssuche zeigen. Anders als der Weißstorch ist der Schwarzstorch ein echter „Kulturflüchter“: Er bevorzugt als Lebensraum ungestörte, naturnahe Waldgebiete. Hier horstet er auf alten Bäumen und geht vor allem in sauberen Waldbächen auf die Jagd nach Kleintieren. Nach Auskunft der Förster sind Schwarzstörche seit 2014 wieder im Staatswald des Landkreises als Brutvögel heimisch, regelmäßig bei Weismain und nördlich von Buch am Forst, wo jetzt auch das erste Bild dieses Jahres entstand.

Auch hier der Klimawandel seine Auswirkungen

Den aktuellen Horstbaum kennen die Experten hier allerdings nicht mehr, nachdem vor zwei Jahren der alte Horst bei einem Sturm im Winter abgestürzt war. Neben den vermehrten Stürmen hat der Schwarzstorch auch unter anderen Folgen des Klimawandels zu leiden: In den Hitzesommern fallen nicht nur Horstbäume dem Borkenkäfer zum Opfer, auch die Nahrungsbäche trocknen teilweise aus. Dann dauert es oft mehrere Jahre, bis sich dort wieder Futtertiere für die Störche einfinden.

Noch scheint es dem stolzen Vogel aber in den Wäldern am Obermain zu gefallen. Und die Forstleute tun – gerade in Zeiten des Klimawandels – mit einem beschleunigten Waldumbau weiter alles dafür, dass er hier auch in Zukunft seine Heimat behält.

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