Solidarität: Jeder muss verzichten

Solidarität: Jeder muss verzichten
Liebe Leser, Krisensituationen erfordern ungewohnte Maßnahmen, Flexibilität und vor allem Solidarität. Auch von uns als ... Foto: Guido Geelen

Liebe Leser, Krisensituationen erfordern ungewohnte Maßnahmen, Flexibilität und vor allem Solidarität. Auch von uns als Medienunternehmen, was Sie vielleicht an unserer Berichterstattung schon gemerkt haben. Zur Kommunalwahl berichten wir umfangreich, schnell und aktuell. Aber das Coronavirus hat das gesamte gesellschaftliche Leben im Griff, bringt es fast zum Erliegen. Und das ist richtig so! Deshalb schicken wir keine Mitarbeiter mehr unter die Leute, sprich zu Pressekonferenzen oder Zusammenkünften mit mehr als fünf Teilnehmern. Deshalb haben Sie in der Montagsausgabe keine Siegerbilder von den gewählten Bürgermeistern gefunden. Weitere Einschränkungen können folgen, fast stündlich ändert sich die Situation. Wir werden alle unsere Mitarbeiter schützen. Und damit auch Sie alle. Wir minimieren das Infektionsrisiko. Trotzdem bleibt das Obermain-Tagblatt Ihr Informationsmedium Nr. 1. Auch in Zeiten leerer Straßen bleiben wir für Sie am Ball, klären Sie auf und bieten Service. Da ist vor allem Kreativität gefragt.

Apropos leere Innenstädte: Trotz der Absage aller größeren Veranstaltungen war davon am vergangenen Wochenende nichts zu merken. Das dokumentieren Bilder, die zum Teil dicht gedrängte Menschenmengen zeigen. Leute gehen bummeln, Eis essen... Geht's noch?! Was ist an dem Appell „Soziale Kontakte vermeiden“ nicht zu verstehen? Wann fällt der Groschen endlich? Jeder, der andere in Gefahr bringt, macht sich schuldig. Wir können noch viele Menschenleben retten. Aber nur, wenn jeder Einzelne verzichtet.

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