LICHTENFELS

Lichtenfels: Andreas Hügerich gewinnt die Bürgermeisterwahl

Andreas Hügerich (SPD) bei der Stimmabgabe.Fotos: Markus Häggberg Foto: Markus Häggberg

Andreas Hügerich wird auch in den kommenden sechs Jahren die Geschicke der Stadt Lichtenfels als Erster Bürgermeister lenken. Der 36-Jährige SPD-Politiker setzte sich bei der Kommunalwahl mit 83,6 Prozent haushoch gegen seinen einzigen Herausforderer von der CSU, Uwe Held, durch. Dieser erhielt lediglich 16,4 Prozent der Stimmen.

Im Vergleich zur Kommunalwahl vor sechs Jahren, damals stimmten 64,01 Prozent der Lichtenfelser für ihn, konnte Andreas Hügerich damit sein Wahlergebnis um knappe 20 Prozent steigern.

Ein Ergebnis, mit dem er nie gerechnet hätte. „Ich habe nicht im Traum daran gedacht so ein Ergebnis erzielen zu können“, sagte Hügerich völlig überwältig nach Bekanntgabe der vorläufigen Wahlergebnisse. „Das ist einfach nur der Wahnsinn.“

Einfach nur der Wahnsinn

Die genauen Gründe für seinen Erfolg könne er sich auch nicht erklären: „Ich bin einfach nur der Andi. Ich gebe mein Bestes, ich bin ehrlich zu den Leuten und versuche, für alle da zu sein.“

„Ich bin einfach

nur der Andi. Ich gebe

mein Bestes,

ich bin ehrlich zu den Leuten und versuche, für alle

da zu sein.“

Andreas Hügerich, Erster Bürgermeister

Er habe sich im Vorfeld der Wahl keine Gedanken über eventuelle Prozentzahlen gemacht. „Ich habe wie immer versucht, meinen Job so gut wie möglich zu machen und im Wahlkampf Vollgas gegeben.“ Natürlich dankte er in diesem Zusammenhang auch seinem Wahlkampfteam ganz herzlich für die großartige Unterstützung in den vergangenen Wochen

„Vollgas“ war aber aufgrund der Coronagefahr bei den geplanten Feierlichkeiten am gestrigen Abend nicht möglich. Die Wahlparty der SPD wurde bereits im Vorfeld abgesagt. Dennoch fanden sich aber zahlreiche Gratulanten und Parteifreunde am Sonntagabend im Rathaus ein, um dem alten und neuen Rathauschef zu seinem fulminanten Erfolg zu gratulieren.

„Wir haben gewusst,

dass es schwer wird,

aber das Ergebnis ist

eindeutig.“

Uwe Held, CSU

Von den 15 861 Wahlberechtigten in Lichtenfels gaben bei der Bürgermeisterwahl 9338 ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 58,9 Prozent. 98,9 Prozent der Stimmen waren gültig. Von diesen entfielen 7717 auf den Amtsinhaber, für seinen Herausforderer Uwe Held stimmten 1519 Lichtenfelser.

58,9 Prozent Wahlbeteiligung

Mit 87,7 Prozent der Stimmen konnte Hügerich besonders in der SPD-Hochburg Schney punkten, in seinem Wohnort Mistelfeld erhielt Andreas Hügerich hingegen „nur“ 81,7 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Uwe Held kam dort auf 18,3 Prozent. In Kösten kam Held immerhin auf 20,6 Prozent der Stimmen, Hügerich auf 79,4 Prozent.

Ein fairer Verlierer

„Wir haben gewusst, dass es schwer wird, aber das Ergebnis ist eindeutig. Das ist eben Demokratie“, sagte Uwe Held nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses. Er bedankte sich ebenfalls ganz herzlich bei seinen Unterstützern und möchte sich, so er denn gewählt wurde, im Stadtrat mit seinen Ideen einbringen.

Der Herausforderer der CSU, Uwe Held, verlor deutlich gegen den Amtsinhaber. Foto: Markus Häggberg

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