ISLING

„Wagen“ mit Fußantrieb beim Faschingsumzug in Isling

Als Flaschen kamen die Jungs der SpVgg Isling. Ihren Bierkasten trugen sie selbst mit. Foto: Annette Körber
Zuständig für die Sicherheit: Dr. Dr. Pingelich. Foto: Annette Körber

Handkarren, Spielzeug-Bulldogs und „Wagen“ mit Fußantrieb: Die Islinger haben ihren Faschingsumzug nicht abgesagt, sondern den Sicherheitsbestimmungen des Landratsamts angepasst. Und dafür die Regelungen kräftig aufs Korn genommen.

Die Sicherheitsvorschriften nahmen auch die Sauna-und Strickdamen aufs Korn. Foto: Annette Körber

„Es ist einfach nur zum Plärrn, nicht mehr fahren, nur noch zerrn“ stand etwa auf dem Leiterwagen der Sauna- und Strickdamen zu lesen, die sich als Närrinnen verkleidet hatten. Geplärrt haben sie aber nicht, sondern gut gelaunt Süßigkeiten und „Klopfer“ verteilt.

Als Trauerzug kamen die Soldatenkameraden – und monierten: „Dank unnützicha Amtsaufloung müss mä unner'n Woung etz droun... Foto: Annette Körber

Ganz in Schwarz kamen die Soldatenkameraden rund um Ortssprecher Roland Lowig daher. Ihren Papp-Wagen mit aufgemalten Reifen trugen sie selbst. Darauf zu lesen: „Umweltschutz und Sicherheit – keine Tradition mehr weit und breit.“

„Es ist einfach nur zum Plärrn, nicht mehr fahren, nur noch zerrn.“
Spruch auf dem Leiterwagen der Sauna- und Strickdamen
Welche sieben Zwerge die Feuerwehr wohl sucht? Foto: Annette Körber

Die Feuerwehr reklamierte Sonderrechte für sich und ließ tatsächlich einen Kameraden mit Bulldog vorneweg fahren. Dahinter folgte aber kein Anhänger, sondern ein Gerüst auf kleinen Rädern, geschoben von den Floriansjüngern, die man vor lauter angebundenen Bäumen kaum sah. Das Motto: „Die Feuerwehr sucht sieben Zwerge, doch die sind über alle Berge.“

Sieht aus wie ein Wagen, ist aber keiner: Der Bierkasten der Islinger Spielvereinigung. Foto: Annette Körber

Auch die „Flaschen“ der Islinger Spielvereinigung mussten laufen. Und nein, das ist nicht despektierlich gemeint. Die Fußballer hatten sich entsprechend verkleidet und kamen in einem großen Bierkasten daher, begleitet von vier weiteren Flaschen, angeblich nüchtern, als Sicherheitsdienst.

Auch Greta Thunberg hat es in den Islinger Faschingsumzug geschafft – beim Obst- und Gartenbauverein. Foto: Annette Körber

Zu Fuß gingen auch die Hobbygärtner, die dem Spitznamen der Islinger, die „Schrollenklopfer“, alle Ehre machten, außerdem die menschlichen Spielkegel aus Weismain und die Green/White Kids Isling. So drehte der Zug eine Runde durchs Dorf, während auf dem Kohlbauerplatz „Hulapalu“ aus den Boxen schallte.

Die letzte Büttenrede von Elferratspräsidentin Susi

Letztmals aktiv dabei: Nach zehn Jahren hört der Elferrat auf. Foto: Annette Körber

„Unnra Aldn wänn sich heit im Groub rümm drehn, wenn di dänn Zuch ohna Wäing homm gsehn“, reimte denn auch Elferratspräsidentin Susanne Weberpals, die letztmals in die Bütt' trat: Nach zehn Jahren hört der Elferrat auf, ist aber zuversichtlich, dass sich Nachfolger finden werden. Nachdem sie die Sicherheitsregeln ausgiebig kommentiert hatte, bekamen Ortsprecher Lowig, verschiedene „Islichä Bollersäck“, die Fußballer, die Feuerwehr sowie die Sauna- und Strickdamen ihren Spott zu spüren.

Sonderrechte reklamiert die Feuerwehr Isling für sich. Die gelten aber nur für den Traktor. Der zieht ein Gerüst mit nur... Foto: Annette Körber
Helau! Bonbons, Konfetti und allerlei Alkoholisches gab's natürlich auch. Foto: Annette Körber
Die „Schrollenklopfer“ des Obst- und Gartenbauvereins. Foto: Annette Körber
Susanne Weberpals bei ihrer Büttenrede. Foto: Annette Körber
Bonbons, Popcorn und Konfetti: Die Taschen der Elferräte waren gut gefüllt. Foto: Annette Körber
Die Mensch-ärgere-dich-nicht-Figuren aus Weismain hatten einen kleinen Pinguin dabei. Foto: Annette Körber
Am Straßenrand warteten auch kleine Bären auf Süßgikeiten. Foto: Annette Körber
Auch die Green/White Kids Isling waren fantasievoll verkleidet. Foto: Annette Körber
Ein Bulldog durfte noch fahren – beim Obst- und Gartenbauverein. Foto: Annette Körber

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