TRIEB

FKK-Rosenmontagsball in Trieb

FKK-Rosenmontagsball in Trieb
Keinerlei Kosten hatte der FKK von Trieb gescheut, um gleich drei Tenöre bei seinem Rosenmontagsball präsentieren zu können. Foto: Dieter Radziej

Auch in diesem Jahr erfüllte der Rosenmontagsball des Faschings- und Karnevalsklubs Trieb alle Erwartungen. Bis auf den letzten Platz war wieder der Saal im Gasthof Schardt gefüllt, während die heimischen Akteure in dieser launigen Atmosphäre allen ein mehrstündiges Programm bescherten, wobei die Besucher der Nachbargemeinde Michelau natürlich wieder ihre ganz besonderen „Streicheleinheiten“ erhielten.

FKK-Rosenmontagsball in Trieb
Auch diesmal hatte der FKK-Fasching in Trieb wieder einen Rekordbesuch zu verzeichnen. Foto: Dieter Radziej

Auch der standesgemäße Narrhallamarsch durfte bei einem derartigen karnevalistischen Großereignis des Landkreises nicht fehlen, bevor, Alfred Schardt zum Saalprotokoll überleitete und damit gleich zur Sache kam, als er das geplante „Dementenhaus“ erwähnte.

FKK-Rosenmontagsball in Trieb
Mit modernster Technik ausgestattete Unterwäsche; ein Hit aus den USA. Foto: Dieter Radziej

Wörtlich zitierte er zu alledem: „Ouber Leut, dou freckt a Eck, dafür muss des Feuerwehrhaus weg, und außerdem hoam sie g`sochd, wärd des Sportheim platt gemacht. Es ist auch gut zu wiss`n, dafür wird die Pergola weggeriss`n und vielleicht baut auch deshalb, gleich linker Hand, der OGV an` Imbissstand“. Und damit war der „Vollstrecker“ mitten schon im Lokalgeschehen. Dazwischen fanden dann regelmäßig Postzustellungen statt und es wurden humorvoll die Weiherereignisse aufgearbeitet.

Roger, der Bürgermeisterkandidat der Herzen

FKK-Rosenmontagsball in Trieb
Warum sollten auch Frauen nicht zur Bürgermeisterwahl antreten, dies war ein Thema bei Gesprächen auf einer Friedhofsba... Foto: Dieter Radziej

Auch die Michelaar durften bei alledem nicht fehlen, insbesondere deren Bürgermeisterwahl. Und er fügte dem noch an: „Ja Bürgermeister sein, das ist nicht schwer, Bürgermeister werden, dagegen sehr“. Die Plakatierung, insbesondere im Umfeld der Kirche war ebenfalls ein Thema und Schardt präsentiert sogar ein Wahlplakat mit den Worten: „ Und darauf sicht doch, welch ein Graus, der Dirk Rosenbauer, genau su wie dä Roger aus…“, was natürlich nur eine Anspielung auf die Bürgermeisterwahl in Lichtenfels sein konnte. Und dennoch erhielt auch Roger Martin seine guten Worte, denn er ist, wie es Schardt formulierte: „Er ist trotz aller Liebe und auch mancher Seitenhiebe, ein treuer Fan der Trieber“ der zudem das Motto: „Humor ist wenn man trotzdem lacht“ beherzigt.

Die „Obersdorfer Rosenmontagsgruppe mit der Aufblaspuppe“

FKK-Rosenmontagsball in Trieb
Selbst „singende Schweine“ hatte beim FKK-Fasching in Trieb ihren Auftritt. Foto: Dieter Radziej

Bedacht wurde zudem die „Obersdorfer Rosenmontagsgruppe“ mit einer „Orion-Trixi-Aufblaspuppe“. Und schon im Vorgriff bat Schardt alle Faschingsgäste: „Doch falls sich wer ärgert, ich sag` euch was, nehmt`s mit Humor, es ist nur Spaß“. Natürlich ließ auch eine Wahlempfehlung nicht lange auf sich warten und er präsentierte sich als neue Gruppe die „Zentrale Stammtischvereinigung“ mit ihrem Slogan: „Wir lassens laufen“. Mit Witz und Humor ging es danach Schlag auf Schlag, als mit Peter Maffay gleich ein weiterer Stargast die Bühne betrat und die Jugend besang.

Eine Frau von der Leerwaafen-Partei

Interessant war es auch den Gesprächen von Conny Gagel und Marion Krügl, zwei waschechten Michelauerinnen, auf der Friedhofsbank zu lauschen, die am Ende gar zu der Erkenntnis gelangten, dass bei der Wahl in der Korbmachergemeinde unbedingt auch eine Frau aufgestellt werden müsste und sich deshalb mit ihrer Liste der „LWP“ (der Leerwaafen-Partei) präsentierten. Selbst der neueste Dessous-Hit für Damen aus den Vereinigten Staaten konnten mit einer Moderation von Gerald Werner durch Jenni Werner in Trieb vorgestellt werden, der so alles beinhaltete, selbst Navis in der Hose, was die moderne Technik zu bieten hatte. Ganz im Gegensatz dann dazu und als ein gelungener Abschluss des ersten Programmteils, „Zauberer Stefan“, bei dem sich wie von magischer Hand gesteuert, Gegenstände bewegten.

„Aber dich gibt`s nur einmal für mich“

Keine Kosten und Mühen hatten die Karnevalisten des FFK,s von Trieb gescheut, um ihrem Publikum im zweiten Akt ein gesangliches Glanzlicht präsentieren zu können und wie auf weltbekannten Bühnen, rückten dabei gleich drei Tenöre, Achim Wörner, Ellen Gack und Stefan Breitenthaler, in das Rampenlicht, die sich gleich mit dem ersten Titel: „Aber dich gibt`s nur einmal für mich“ in die Herzen ihres bestens gelaunten Publikums sangen. Ja sie verstanden es sogar choreographisch überzeugend und diese Gesangsdarbietungen mit rhythmischen Bewegungen zu verknüpfen.

Für Stinkstoffe aller Art

Gleichsam eine „Chefsache“ war dann schon das brandaktuelle Kohlendioxid-Testgerät „GT 16“ für Stinkstoffe aller Art, das Alfred Schardt vorstellte. Zwar war es nicht leicht eine geeignete Testpersonen zu finden, doch als der Zufallsgenerator sein Wahl getroffen hatte, konnte das Spektakel, mit der teilweise aus Datenschutzgründen etwas verhüllten Person, beginnen. Auch die Messergebnisse selbst konnte Alfred Schardt mit den Worten: „Und auf drei Lagen, ist das nicht wunderschön, sind die Messergebnisse einzuseh`n“ wofür natürlich eine Klopapierrolle mit Bio-Papier bestens geeignet war. Allerdings kam Alfred Schardt dabei auch um einige nüchterne und kritische Hinweise umhin, indem er feststellte: „Und des mit dem Kohlendioxid, is` manchmal blues ein Leutverarscherei, ich kann`s langsam nicht mehr hör`n, Wein predigen und hinten rum die Welt zerstör`n“. Deshalb auch sein abschließender Appell an alle: „Wenn sich der Mensch nicht ändert, meine Herrn, dann wird`s bald einmal zappenduster wer`n“.

Bei uns liegen sie immer richtig

Amüsant im weiteren Programmverlauf die Lieder über „Frauenleiden“ und anschließend, als sich das neue Bestattungsunternehmen „Auf los geht`s los“ vorstellte, das seine Kompetenz mit den Worten: „Bei uns liegen sie immer richtig“ unter Beweis stellte und in seinem geschäftlichen Repertoire sogar „Geschenkgutscheine“ für die Hinterbliebenen bereit hielt, oder See-Bestattungen, hierfür wählten sie die Riedsee aus, anbieten konnten. Zwar erwies sich auch das Älterwerden der Gesellschaft als eines ihrer weiteren wichtigen Themen, dennoch verdeutlichten sich auch nachdrücklich: „Das Sterben muss ganz einfach attraktiver werden“.

Zwischenzeitlich stürzte sich dann, wie in jedem Jahr, gesanglich der „Trieber Drecksack“ (Achim Wörner) in das Geschehen, wobei er das Lieder von der „Blut- und Leberwurst“ ausgewählt hatte, während Stefan Breitenthaler als Bauchredner diesmal in die Welt der Schweine entführte.

 

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