LICHTENFELS

Viel Faschingsstimmung in den Lichtenfelser Kneipen

Viel Faschingsstimmung in den Lichtenfelser Kneipen
Eine Szene aus dem Café Moritz: Auch hier war die Stimmung glänzend. Foto: Markus H#äggberg

Laut Veranstaltungskalender durften sich „alle Faschingsnarren und Partygänger wieder auf beste Unterhaltung in den Kneipen der Lichtenfelser Innenstadt“ einrichten. Aber die Partynacht vom Samstag bot noch mehr: Eindrücke, Geschichten und Versprechen.

Gegen 21 Uhr waren sich die beiden Security-Mitarbeiter vor dem Café Herolds sicher, dass der Höhepunkt der Veranstaltung gegen 22 Uhr erreicht sein würde. Im Paunchy Cats sah Irina Schäfer das anders. Die Bedienung hat schon Erfahrung mit Kneipenfasching im „Paunchy“ und datierte den Höhepunkt viel später auf 1 Uhr.

Viel Faschingsstimmung in den Lichtenfelser Kneipen
Hans Borchert war auffällig. Lewis Carroll hätte seine Darstellung des verrückten Hutmachers sicher gefallen. Foto: Markus H#äggberg

Bis dahin sang Alleinunterhalter Gerd Backert auf der Bühne seine eigenwilligen Lieder zwischen Country Roads von John Denver und einem „Geh' mal Bier holen, du wirst schon wieder hässlich“. Neben ihm stand ein etwas maskuliner Engel in einer Art Tutu, kurzzeitig in Monroe-Pose durch einen Ventilator Kühlung im Schritt findend.

Irish Pub, Café Hilde, Café Moritz, Café Herolds und Paunchy Cats hießen die Anlaufstationen. Innenstadt also. Zwar waren die Lokale durchaus gut mit Kostümierten besucht, aber es hatte auch Anklänge ins Unwirkliche, wenn über dem Marktplatz Musik lag, auf ihm selbst aber nur selten jemand zu sehen war.

Als Hutmacher aus Alice im Wunderland unterwegs

Viel Faschingsstimmung in den Lichtenfelser Kneipen
Wo sonst, als im Paunchy Cats wäre eine Katzenmaske angebracht, fand Bedienung Irina Schäfer. Foto: Markus H#äggberg

Vor allem an der Musik, die im Café Moritz gespielt wurde, durfte der Marktplatz über einen Lautsprecher teilhaben. Im Moritz war die Laune großartig. Und getanzt wurde auch bei dichtem Gedränge. In dem Getümmel steckte auch Hans Borchert. Zu den ausgemachten Tänzern gehörte er zwar nicht, aber als verrückter Hutmacher aus Alice im Wunderland war er doch auffällig.

Überdies gelang ihm noch am Vormittag eine kleine Radiowerbung auf „Bayern 1“ für die Veranstaltung. Gegen 7.30 Uhr sei er vom Sender angerufen worden, um eine Frage zu beantworten: „Was ist das Melonenprinzip?“ Die Antwort führt aufs Feld der Innenarchitektur. Borchert hätte was gewinnen könne. Hätte er. Am Ende hörte er seine eigene Stimme gegen 10 Uhr auf „Bayern 1“ erklären, was in Lichtenfels am Abend was los sein dürfte.

Eine Verkleidung als Fußballfeld

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Viel Faschingsstimmung in den Lichtenfelser Kneipen
Gerd Backert hatte im Paunchy Cats die Lacher auf seiner Seite. Kuriose Lieder sind seine Spezialität. Foto: Markus H#äggberg

nsgesamt zeigte sich: Kostüm ist wieder in. Ein Lichtenfelser brachte es sogar fertig, als Fußballfeld zu gehen. Eine Kostümierung, die im Duo funktionierte, boten Leonie Weiß und Christopher Bogdan. Er Jäger, sie Damwild. In Wirklichkeit ist er tatsächlich Jäger und möchte sie den Jagdschein machen. Sollte sie bestehen, „kriegt sie einen Ring an den Finger“, erklärt er. Das ist dann wohl ein Versprechen. Und das könne man „ruhig drucken“.

 

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