TRIEB

Beste Stimmung beim Fasching des VdK-Kreisverbandes

Beste Stimmung beim Fasching des VdK-Kreisverbandes
Die angeblich trauernden Rheinberglerchen, nachdem sie ihre Ehemänner um die Ecke gebracht haben. Foto: Roland Dietz

Auch in diesem Jahr war der Fasching des VdK-Kreisverbandes auf der Karolinenhöhe in Trieb ein tolles Feuerwerk der guten Laune. Ein voll besetzter Saal zeigte die Wertschätzung der Ortsverbände gegenüber der Veranstaltung, an der sich auch viele direkt beteiligt hatten.

Vorsitzender Heinz Wittmann hatte das Treffen bestens organisiert. Nach seiner Begrüßung in Reimform führte er geschickt durch das sehr abwechslungsreiche Programm, bei dem Stimmung und Fröhlichkeit im Mittelpunkt standen. „Die Farben des VdK sind Weiß und Blau wir feiern Fasching auf der Höh – Helau. Springt auf den Zug der Narredei und seit mit Spaß heut alle dabei“, reimte Wittmann.

Beste Stimmung beim Fasching des VdK-Kreisverbandes
Babett und Kuni beim Gespräch im Wartezimmer. Foto: Roland Dietz

Und auch sein Stellvertreter Dieter Wertmann brachte sich mit Lustigem ein. Mit Witzen und Zotten kam immer wieder Abwechslung zwischen die einzelnen Programmpunkte. Dass sofort Stimmung aufkam, dafür sorgte auch Musiker Peter Hofmann mit dem Narrhallamarsch. Und schon beim ersten Walzerpotpourri schunkelte alles mit.

Lustiges Zwiegespräch beim Arztbesuch

Als die schrulligen Dorftratschen Kuni und Babett sorgten Barbara Schlottke und Dieter Wertmann in einem Zwiegespräch beim Arztbesuch im Wartezimmer für gute Laune. „Ich will bei der Ahnenforschung keinen Stammbaum, denn ich weiß nicht, wo ich ihn hinpflanzen sollte“, meinte die eine. „Ich musste meine Kur abbrechen, nur weil ich meinen Badeanzug falsch getragen hatte, nämlich auf den Händen“, meinte die andere.

Zwischen den Beiträgen war die Tanzfläche mit Teufelchen, Seemännern, Bienen, Nonnen und Klosterbrüdern sehr gut gefüllt. Als ein Junggeselle (Elfriede Bechmann) kochen wollte, kamen etliche Ungereimtheiten zu Tage. So stand in seinem Kochbuch Mehl anschwitzen. Treppe rauf, Treppe runter. Er hat dabei Wasser und Blut geschwitzt, nur das Mehl wollte nicht schwitzen. Und auch die Eier ließen sich nach dem Kochen nicht abschrecken.

Frivolitäten lösen wahre Lachsalven aus

Beste Stimmung beim Fasching des VdK-Kreisverbandes
Schunkeln, tanzen und singen war beim VdK-Kreisfasching angesagt. Foto: Roland Dietz

Ein Faschingslied, bei dem alle den Refrain mitsangen („Auf der Höh, auf der Höh ist der Fasching immer schö“) hatte Anette Mai gedichtet. Fast schon anzüglich Frivol waren zwei, die sich durch eine Partneragentur getroffen hatten. Wer hatte am Ende mehr Katzen oder Muschis im Haus und wie sind diese zu pflegen waren, die Fragen die wahre Lachsalven auslosten.

Den „Baschdoffer“ (Edwin Jungkunz) bezeichnete Heinz Wittmann als Michl Müller des Landkreises. Und recht sollte er behalten, denn Jungkunz schlüpfte in eine Paraderolle, die gerade in die Zeit des Kommunalwahlkampfs passte. Als Kandidat auf Stimmenfang hatte er es nicht leicht. Listenplatz 52 war für ihn nicht befriedigend. Obwohl er doch als schon 24 Jahre langer 2. Kassenprüfer des Kaninchenzuchtvereins „Die lustigen Rammler“ stadtbekannt sei. Auch nachts nackt über den Marktplatz laufen brachte augenscheinlich keinen Erfolg. Seine Stammtischbrüder wussten warum. Er sei eben nicht „jung, kompetent und dynamisch“, sondern einfach nur „korpulent, dumm und damisch“. Das Narrenvolk der VdK war begeistert vom „Baschdoffer“.

Tod der Ehemänner kein Grund zur Traurigkeit

Nicht anders war dies mit den Rheinberglerchen und ihrem musikalischen Begleiter Arthur Häußinger. „Wer unsere alten Männer kannte, weiß, es gibt keinen Grund zur Traurigkeit“, sangen die drei „Lerchen“, nachdem sie ihre Ehegatten um die Ecke gebracht hatten. Nachdem Musikbegleiter Häußinger nach einem kleinen Disput von den resoluten Damen mit dem Nudelholz behandelt worden war, sangen sie: „Oh, wie schön ist doch die Welt. Wir verkaufen unsere Schwiegermütter und versaufen dann das Geld.“ Was prompt auch geschah. Auch mit nostalgischen Faschingsliedern, deren Verfallsdatum schon abgelaufen scheint, wie „Adelheid schenk mir einen Gartenzwerg“ begeisterten die „Lerechen“ das Publikum.

Beste Stimmung beim Fasching des VdK-Kreisverbandes
Die Rheinberglerchen nach dem Lied „Wir trinken ein Likörchen“. Foto: Roland Dietz

Mit einer großen Polonaise und dem Schwingen des Tanzbeins nahm der Faschingsabend bis weit nach Mitternacht einen sehr stimmungsvollen Verlauf.

 

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