LICHTENFELS

Frauentag in Lichtenfels: Mütter und Töchter im Gespräch

Der Chor „Frauenklänge zählt schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil der Veranstaltung zum internationalen Frauentag. Foto: ARchiv-Gerda Völk

Das Aktionsbündnis „Lichtenfelser Frauengruppen“ begeht in diesem Jahr den Internationalen Frauentag mit etwas Verspätung am Samstag, 21. März, 14 Uhr, in der ehemaligen Synagoge. Dazu sind alle interessierten Frauen herzlich eingeladen.

Die Frauen möchten es mal wissen: Haben junge Frauen keine frauenspezifischen Probleme? Stoßen sie ihren Kopf nicht an die überall „eingebaute gläserne Decke“? Fühlen sie sich gleichberechtigt und bekommen sie den Lohn, den sie verdienen? Oder machen sie immer noch die Erfahrung, dass der männliche Kollege für seine gleichwertige Arbeit besser bezahlt wird? Wichtige Fragen, die am 21. März gestellt werden sollen.

Seit drei Jahrzehnten im Einsatz für Gleichberechtigung

Seit mehr als 30 Jahren sind die Frauen des Aktionsbündnisses in Lichtenfels aktiv und greifen immer wieder aktuelle Frauenthemen auf. Mit dieser emanzipatorischen Arbeit sind die Aktionsbündlerinnen älter und alt geworden. Gerne würden sie jetzt den Stab weitergeben. Die Frage ist aber: Wer will diesen Stab übernehmen, wer könnte oder möchte diese Arbeit weiterführen?

Oder: Ist sie nicht mehr nötig, haben Frauen alles schon erreicht, fühlen sie sich nicht mehr als eine „zweite Garnitur“, die zwar weiß, dass sie all das, was Männer tun und können, auch machen können, leider dazu nicht immer die Chancen bekommen oder nicht adäquat dafür entlohnt werden? Sehen junge Frauen diese Probleme nicht mehr? Oder haben sie sie einfach nicht? Ist alles gut und ist „frau“ zufrieden?

Diese Fragen sollen unter dem Thema: „Generationen im Gespräch“ diskutiert werden. Dazu werden Mütter und Töchter, Omas und Enkelinnen, Schwiegermütter mit Schwiegertöchtern eingeladen. In einem spannenden Podiumsgespräch kommen die Generationen ins Gespräch und werden die gestellten Fragen beantworten. Der Blickwinkel der Enkelin ist sicher ein anderer als der der Oma. Die Schwiegermutter hat eine andere Perspektive als ihre Schwiegertochter, genauso wie im wirklichen Leben.

Motivierte junge Frauen gesucht, die die Arbeit weiterführen

Wird es gelingen, kluge, interessierte junge Frauen zu finden, die Zukunftsvisionen haben, Ideen für Frauen, mit Frauen und von Frauen? Oder waren diese 32 Jahre eine schöne Zeit, in der einiges bewegt werden konnte? Aber jetzt ist es vorbei. Das ist gut möglich, denn die Zeiten haben sich geändert, auch die Bedürfnisse und die Lebensentwürfe von Frauen sind andere geworden. „Alles hat seine Zeit…“, wusste schon der Prediger in der Bibel.

Trotzdem wollen die „Lichtenfelser Frauengruppen“ noch einen Versuch wagen und Frauen miteinander ins Gespräch bringen, um die Themen von heute zu besprechen, Meinungen auszutauschen und einander zuzuhören. Dann wird man sehen, ob die Arbeit weitergeht und ob es neue Impulse gibt für ein gutes „Frauenklima“ in Lichtenfels. Oder ob es nun Zeit ist für eine andere Initiative.

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