LICHTENFELS

Jugendfeuerwehren im Landkreis ziehen eindrucksvolle Bilanz

Jugendfeuerwehren im Landkreis ziehen eindrucksvolle Bilanz
Der Vorstand der Kreisjugendfeuerwehr Lichtenfels: (v. li.) Kassenwart und Kreisbrandinspektor Siegfried Hammrich, Fachbereichsleiter Wettbewerbe Roland Dauer, Kreisjugendsprecher Maximilian Hassel, Kreisjugendfeuerwehrwart und Kreisbrandmeister Tino Schamberger, die Kassenprüfer... Foto: Markus Witzgall

Auf umfangreiche Aktivitäten blickten die Jugendfeuerwehren des Landkreises anlässlich der Delegiertenversammlung im Feuerwehrgerätehaus Lichtenfels zurück. Die Vorstandsmitglieder wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner lobte in ihrem Grußwort die hervorragende Jugendarbeit der Feuerwehren im gesamten Landkreis. Der Nachwuchs in den Feuerwehren liege ihr besonders am Herzen, stelle dieser doch eine wichtige Säule der Absicherung der Bevölkerung dar. Insbesondere die Jugendlichen übernähmen durch ihr Engagement in den Wehren „jetzt schon eine enorme Verantwortung.“

45 aktive Jugendfeuerwehren mit 219 Jungen und 108 Mädchen

Kreisjugendfeuerwehrwart und Kreisbrandmeister Tino Schamberger legte die beeindruckende Bilanz des vergangenen Jahres vor: In den 45 aktiven Jugendfeuerwehren des Landkreises wurden 326 Jugendliche (Vorjahr 320) gezählt. Davon seien 218 (219) Jungen und 108 (101) Mädchen. Für den Bereich der feuerwehrtechnischen Ausbildung seien insgesamt 2934 Stunden, für allgemeine Jugendarbeit 1426 Stunden ehrenamtlich geleistet worden. Der zusätzliche Zeitaufwand für die Jugendbetreuer habe sich auf 4224 Stunden belaufen.

Bei zahlreichen Veranstaltungen hätten die Jugendlichen sich präsentiert und ihr Können unter Beweis gestellt. Höhepunkt sei erneut der Kreisjugendfeuerwehrtag mit Jugendleistungsmarsch am 8. September in Burgkunstadt gewesen. Hier hätten allerdings nur 24 Gruppen mit jeweils vier Jugendlichen teilgenommen. Der Trend sei in den vergangenen Jahren leider zusehends rückläufig.

Künftig wieder mehr Gruppen für Jugendleistungsmarsch anmelden

Schamberger ermunterte die anwesenden Jugendwarte, künftig wieder mehr Gruppen zu melden. Auch die Meldung von Teilnehmern verschiedener Jugendfeuerwehren als eine Startgruppe sei möglich. Die vier besten Gruppen hätten sich in Burgkunstadt für den Bezirksleistungsmarsch qualifiziert und dort gute Platzierungen erreicht.

Einen gemeinsamen Tag im Waldklettergarten Banz habe man im vergangenen Jahr anstelle eines Ausfluges veranstaltet. Auch hier hätten sich die Verantwortlichen eine durchaus höhere Beteiligung erhofft: Nur zwölf Jugendfeuerwehren seien der Einladung gefolgt. Die Jugendlichen, die dabei waren, hätten auf jeden Fall viel Spaß gehabt. Gleiches gelte für die jährliche Fackelwanderung, die von Neuensee aus zur Hohen Asslitz führte.

Großübung mit 150 Teilnehmern in Hochstadt

Ihr feuerwehrtechnisches Können hätten die Jungen und Mädchen bei der gemeinsamen Großübung der Jugendfeuerwehren in Hochstadt unter Beweis gestellt. Immerhin rund 150 Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis hätten hier die Übungsszenarien – vom Zimmerbrand bis zum Verkehrsunfall – hervorragend bewältigt. Für das laufende Jahr seien erneut zahlreiche Aktionen der Jugendfeuerwehren auf Kreisebene geplant. So wolle man unter anderem einen Fotowettbewerb starten, bei dem die Jugendgruppen kreative Ideen für die zukünftige Präsentation in der Öffentlichkeit einbringen könnten.

Zahlreiche Prüfungen und Tests hätten die Jugendlichen im vergangenen Jahr absolviert, so Fachbereichsleiter „Wettbewerbe“, Roland Dauer: Insgesamt 26 Teilnehmer legten die Bayerische Jugendleistungsprüfung ab, 195 absolvierten den Wissenstest, zehn die „Jugendflamme“ in verschiedenen Stufen. Im laufenden Jahr sei wieder das Ablegen der Deutschen Jugendleistungsspange möglich. Den 29. Kreisjugendfeuerwehrtag mit Jugendleistungsmarsch richtet am 13. September die Feuerwehr Lichtenfels aus.

Drogenprävention: Kriminalpolizei bietet Infoveranstaltungen

Einen ausführlichen Kassenbericht legten Schatzmeister Kreisbrandinspektor Siegfried Hammrich vor. Die Kassenprüfer Michael Haas und Michael Oppel bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung.

Als Gastredner informierte Kriminaloberkommissar Matthias Lange von der Kriminalpolizei Coburg die Versammlung über die Möglichkeiten von Informationsveranstaltungen zur Drogenprävention. Hier biete die Polizei Seminare sowohl für die Jugendlichen selbst, als auch für die Verantwortlichen in der Jugendarbeit an. Lange bat darum, von den Angeboten rege Gebrauch zu machen. Die Seminare seien kostenfrei.

Die neue Führung

Bei den Wahlen wurden die folgenden Vorstandsmitglieder für die kommenden zwei Jahre in Ihren Ämtern bestätigt: Maximilian Hassel und Carolin Meißner vertreten weiterhin als Kreisjugendsprecher beziehungsweise Stellvertreterin die Interessen der Jugendlichen auf Kreisebene. Anna-Maria Haas bleibt Schriftführerin und Michael Haas sowie Michael Oppel wurden als Kassenprüfer wiedergewählt.

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