LICHTENFELS

Weltklassik in Lichtenfels im Beethovenjahr

Weltklassik in Lichtenfels im Beethovenjahr
Am Sonntag, 9. Februar, gastiert Alexey Chernov in der ehemaligen Synagoge. Foto: Omar Fadul

Am Sonntag, 9. Februar, um 17 Uhr eröffnet der russische Ausnahmepianist Alexey Chernov in der ehemaligen Synagoge mit seinem Rezital „Beethovens 16. Sonate, die Jahreszeiten und Toccata in g-Moll!“ das Beethovenjahr in der Reihe „Weltklassik am Klavier!“ Mit seinem Programm lädt er ein zu einem Spaziergang durch die Epochen. Beginnend mit dem Altmeister des Barocks, J. S. Bach und seiner Toccata g-Moll, geht es weiter in die Klassik zum diesjährigen „Geburtstagskind“ Beethoven, der mit seiner Sonate Nr. 16 ganz neue Wege einschlug. Den Abschluss bilden die herrlichen Jahreszeiten von Tschaikowsky, die der romantischen, russischen Seele Raum und Klang geben.

Auch im neuen Jahr dürfen sich Klassikliebhaber wieder in Lichtenfels regelmäßig auf junge, vielversprechende oder aber schon renommierte Künstler freuen und in einer familiären Atmosphäre Klavierkonzerte vom Barock über Klassik und Romantik bis hin zum Impressionismus, von Bach, Beethoven, Mozart, Chopin, Liszt, Debussy und vielen mehr genießen.

Russischer Pianist und Komponist

Alexey Chernov ist ein russischer Pianist - und Komponist. Er wurde 1982 geboren und graduierte 2008 im Moskauer Konservatorium sowie 2011 am Royal College in London. Alexey Chernov gewann Preise in über 30 internationalen Wettbewerben, davon über zehnmal den ersten Preis. Er gewann Preise im Tschaikowsky Wettbewerb sowie in Cleveland. Darüber hinaus zeichnet Alexey Chernov ein außerordentlich abwechslungsreiches Repertoire aus. Er tritt regelmäßig in Russland dem Ausland und bei zahlreichen Festivals auf, darunter dem Crescendo Festival Russland oder dem Star der Weißen Nächte Festival in Sankt Petersburg. Er arbeitete mit zahlreichen berühmten Dirigenten zusammen, und trat gern mit der Moskauer Philharmony auf. Alexey Chernov hat zahlreiche internationale CDs produziert.

Ein Beispiel für Bachs frühe Experimente

Seine zweite Leidenschaft gehört dem Komponieren: Er komponierte eine Fülle von Stücken für das Klavier, aber auch für Kammermusik und Orchester.

Während seines Lebens benutzte Bach viele kompositorische Modelle um seine Musik zu schreiben. Dieses Werk, die Toccata in g-Moll, ist ein Beispiel für Bachs frühe Experimente mit der Form. Vermutlich vor 1712 entstanden, ist dieses Werk wahrscheinlich mehrfach von ihm überarbeitet worden. Es könnte sein, dass es in Wirklichkeit schon fünf Jahre älter ist. Ludwig van Beethovens Klaviersonate Nr. 16 in G-Dur op. 31 Nr. 1 ist zwischen 1801 und 1802 komponiert worden. Aufgrund Beethovens eigener Unzufriedenheit mit dem klassischen Stil seiner Musik, ging er dieses Mal einen neuen Weg in Stil und Komposition. Dieses Stück ist das erste Beispiel für Beethovens neue Ideen und damit sein - gelungener - Versuch, sich einen Namen zu machen und in die Annalen der Musikgeschichte einzugehen. Die Jahreszeiten von Tschaikowsky sind ein Set von zwölf Charakterstücken für Klavier solo. Jedes Stück ist charakteristisch für jeden Monat des russischen Jahres.

Karten gibt's unter Tel. (0211) 9365090, per E-Mail an info@weltklassik.de oder über die Tourist-Information Lichtenfels, Marktplatz 10, Tel. (09571) 795101. Jugendliche bis 18 Jahre zahlen keinen Eintritt. Weitere Infos unter www.weltklassik.de. (red)

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