Auftakt der Sternsingeraktion in Lichtenfels

LICHTENFELS

Auftakt der Sternsingeraktion in Lichtenfels

Die diözesane Eröffnung der diesjährigen Sternsingeraktion fand nach 20 Jahren erstmals wieder in Lichtenfels statt. In ihren farbenprächtigen Gewändern zogen über 550 Sternsinger in einer Prozession von der Pfarrkirche „Heilige Familie“ durch das weihnachtlich geschmückte Lichtenfels zur Stadtpfarrkirche „Unsere liebe Frau“.

„Begeisterte für die Sache Jesu“, ist Johanna Friedmann aus Waischenfeld, die bereits seit 15 Jahren Sternsingerin ist. Eine Sternsingerin also, die in dieser größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder rund um den Dreikönigstag ein besonderes Zeichen setzt. Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern entwickelt. Rund 1,14 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 74 400 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

In einer langen Prozession zum Rathaus

Bei der 61. Aktion zum Jahresbeginn 2019 haben die Mädchen und Jungen aus 10 226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. In der Pfarrkirche regte Eva Fischer, Diözesanvorsitzende vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), zunächst mithilfe des Kurzfilms „Alike“ alle zum Nachdenken an, bevor sie über das Beispielland informierte.

Hierbei erfuhren die orientalisch gekleideten Buben und Mädchen einiges über das von Krieg geprägte Leben der Kinder im Libanon. Nach der ersten Station der Aussendungsfeier zogen die zahlreichen jungen Könige in einer langen Prozession durch Lichtenfels. Angeführt vom Sternsingerbanner „Segen bringen – Segen sein“ und einem großen Mobile, mit im Vorfeld gefalteten Papierkranichen und Papiertauben für den Frieden gebaut, ging es nun bis zum Rathaus, wo sie den Segensspruch „C+M+B – Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus)“ an der Pforte anschrieben. Hier begrüßte Bürgermeister Andreas Hügerich mit Sabine Rießner und Winfried Weinbeer die königliche Gesellschaft mit Erzbischof Ludwig Schick an der Spitze.

„Es ist für mich beeindruckend zu sehen, dass ihr euch für benachteiligte Altersgenossen auf der ganzen Welt einsetzt. Mit eurer Sammelaktion tragt ihr dazu bei, das Leben von jungen Menschen zu verbessern und ihnen ein Stück Hoffnung zu schenken. Selbstverständlich ist es nicht, jedes Jahr durch die Straßen zu ziehen – ob die Sonne scheint, ob es regnet, stürmt oder schneit“, so Bürgermeister Andreas Hügerich auf dem Marktplatz. „Früher durfte ich selbst Sternsinger sein und ich weiß auch aus vielen Gesprächen, mit den Familien und viele ältere Menschen, die sich über euren Besuch freuen“, fügte das Stadtoberhaupt an.

Für den Frieden in der ganzen Welt

Erzbischof Ludwig Schick dankte für den herzlichen empfang und bat Lichtenfels den Frieden zu Empfangen und weiterzugeben. „Er kann überall hinkommen, wenn wir ihn teilen und weitergeben. Empfangt ihn so und gebt ihn weiter, das ist der beste Beitrag für den Frieden im Libanon und in der ganzen Welt“, so der Erzbischof weiter. Als Dank für die Sternsingeraktion in der Korbstadt erhielt das Stadtoberhaupt eine „Papier“ Friedenstaube überreicht. Zusammen mit den zahlreichen Lichtenfelsern, die den Umzug am Marktplatz verfolgten, sang die Gesellschaft „O du fröhliche“, ehe der Umzug weiter zur Stadtpfarrkirche führte.

Die wichtige Botschaft der Sternsinger

Hier erlebten Besucher ein voll besetztes Gotteshaus, viele Gläubige wollten die Predigt des Erzbischofs hören. Hierbei ging Schick auf Erlebtes im Libanon sowie auf die wichtige Botschaft der Sternsinger ein. Nach der Wort-Gottes-Feier klang der Tag bei einer Agape mit Kinderpunsch und Schoko-Brötchen für die Sternsinger aus. Für die musikalische Umrahmung in der Heiligen Familie sorgte die Band „Unikat“ während die Band „Sirius“ in der Stadtpfarrkirche spielte.

Unter dem Motto „Frieden! Im Libanon und weltweit“ machen sich auch 2020 in unserem Bistum Kinder und Jugendliche als Sternsinger auf den Weg, um Geld für Kinder in Not zu sammeln. „Für die Sternsingerinnen und Sternsinger ist es immer ein großes Erlebnis, zu sehen, dass es so viele von ihnen gibt, und sie können spüren, dass sie gemeinsam viel erreichen können“, sagt BDKJ-Diözesanvorsitzende Eva Fischer.