LICHTENFELS

Die Neujahrsbabys in Lichtenfels

Die Neujahrsbabies in Lichtenfels

Mächtig gefordert war das Geburtshelferteam im Kreißsaal des Lichtenfelser Klinikums in den ersten Stunden des neuen Jahres. Gleich mehrere Mütter erwarteten die Geburt ihres Kindes. Einen solchen Andrang hatte es zum Beginn eines neuen Jahres in der Lichtenfelser Klinik schon lange nicht mehr gegeben. Um 4.58 Uhr erblickte mit Emil Lahner das erste Neujahrsbaby das Licht der Welt.

Gut zwei Stunden später startete der kleine Paul Köppe seinen Weg ins Leben. Bis Redaktionsschluss folgte dann mit der kleinen Lena das erste Mädchen und noch ein viertes Kind schickte sich an, seine Eltern im neuen Jahr glücklich zu machen. Recht ungewöhnlich war auch, dass schon an Silvester Hochbetrieb im Kreißsaal herrschte. Nicht alle Babys hielten sich dabei an die von den Ärzten vorausberechneten Geburtstermine. So sollte der kleine Emil eigentlich erst am 8. Januar zur Welt kommen. Für Paul hatte der Doktor den 4. Januar berechnet.

Aus Königsfeld nach Lichtenfels

Doch, da es in beiden Fällen für die Eltern nicht gerade der kürzeste Weg ins Klinikum nach Lichtenfels war, entschlossen sich beide Familien nichts zu riskieren. Aus Voitmannsdorf/Königsfeld, einem Dorf in der Fränkischen Schweiz mit knapp 125 Einwohnern, brachte Harald Lahner seine Ehefrau Christina nach Lichtenfels. Für die jungen Eltern ist es nach ihrem dreijährigen Sohn Elias bereits das zweite Kind, und bekanntlich kann es ja gerade bei der zweiten Geburt ziemlich schnell gehen. Wie es sich für einen treusorgenden Vater gehört war er bei der Geburt dabei. „Er hat mich sehr gut unterstützt“, verriet seine Frau und da genügt es auch schon mal die Hand zu halten oder den Nacken zu massieren.

Ein strammer Bursche und eine stolze Mama

Mit 50 Zentimetern und einem Gewicht von 3370 Gramm war der kleine Emil ein kräftiges Kind, doch dank der Hebamme Ida Marx und der Ärztin Dr. Jane Stenschke gab es keinerlei Komplikationen. „Die haben das super gemacht“, verriet die stolze Mama.

 

Auch den kleinen Paul hatten wohl die Böller und Silvesterraketen motiviert nicht mehr länger zu warten. Mit den ersten Raketen setzten die Wehen ein. Für seine Mama Ramona Köppe und ihrem Ehemann Benjamin ist das süße Kerlchen das erste Kind. Da er mit 57 Zentimeter und einem Geburtsgewicht von 3870 Gramm zudem noch ein recht großes Kind war, entschlossen sich der Oberarzt Dr. Jacoby und die Ärztin Dr. Stenschke zu einem Kaiserschnitt. Zuhause ist Paul Köppe in Leutendorf bei Mitwitz. Dort wird er von seinen Großeltern ebenso ungeduldig erwartet wie der kleine Emil von seinen Vorfahren.

Ein schöner Vertrauensbeweis

Für das Lichtenfelser Klinikum bedeuten die vielen Geburten zum Jahreswechsel auch eine Auszeichnung. Nicht nur, dass die Eltern auch die längeren Anfahrtswege in Kauf nehmen. Für den Fortbestand einer Entbindungsstation ist eine gute Auslastung überaus wichtig. Insgesamt gab es 2019 im Lichtenfelser Krankenhaus 638 Geburten, darunter 290 Mädchen und 348 Jungs. Das schwerste Kind wog 5050 Gramm, das kleinste 2000 Gramm. Interessanterweise war bei den 638 Geburten keine Zwillingsgeburt dabei. Gegenüber den Vorjahren bedeuten die Zahlen eine spürbare Steigerung und das freut nicht nur Ärzte und Hebammen.

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