LICHTENFELS

Entspannter Bummel über den Lichtenfelser Christkindlesmarkt

23. Dezember, ein Tag vor Heiligabend: überall Stress und Hektik? Auf dem Lichtenfelser Christkindlesmarkt, der alljährlich an diesem Tag stattfindet, nicht. Die Menschen schlendern gemütlich durch die Coburger Straße, wo sich Buden an Stände reihen, und werfen nicht nur einen Blick auf das Kunsthandwerk in den Holzhäuschen des Weihnachtsmarkts, der den ganzen Advent über auf dem Marktplatz steht.

Hier ist Zeit für ein nettes Gespräch, dort für eine kleine Vorführung: Auf der einen Seite ist der Messer- und Scherenschleifer aus Ebelsbach am Werk, auf der anderen bekommen die Kunden zu sehen, wie man Zucchininudeln und Kartoffelspiralen schneidet. Das Werkzeug gibt's natürlich auch zu kaufen.

Diese entspannte Atmosphäre weiß auch Petra Wenzel zu schätzen, die in einem der Holzhäuschen auf dem Marktplatz Schönes aus Glas verkauft. Ein dickes Lob gibt's von ihrer Seite für die Stadt: Der Aufbau klappe reibungslos; sie brauche sich um nichts zu kümmern.

Die Resonanz sei zwar schon einmal besser gewesen. „Es fehlt die Laufkundschaft“, sagt sie und verweist auf die Mainau, die Kunden abziehe, vor allem, weil gleichzeitig Geschäfte in der Innenstadt schließen. Aber sie genieße den Weihnachtsmarkt wegen der unbezahlbaren Glücksmomente: die lachenden Augen der Kinder, wenn sie ihnen ein kleines Geschenk macht, die vielen guten Gespräche, das Wiedersehen mit alten Bekannten. „Ich habe das Gefühl, die Menschen rücken zusammen in der Vorweihnachtszeit“, meint sie.