Ein Konzert mit Friedensbotschaft in Schney

SCHNEY

Ein Konzert mit Friedensbotschaft in Schney

Mit einem eindrucksvollen Weihnachtskonzert überzeugte der Gesangverein Schney mit seinen Chören erneut seine Zuhörer. Obwohl die Sängerschar durch viele Erkrankungen in kleinerer Besetzung auftrat. Die Stimmen waren trotz dieses Handicaps ausgewogen besetzt.So wurden die Vorträge bei diem traditionellen Konzert zu einem Hörgenuss.

Die Bandbreite des Repertoires reichte vom klassischen deutschen Weihnachtslied bis zu entsprechenden Songs aus der Popszene. Der Traditionschor unter der Leitung von Claudia Koch widmete sich seinem Namen entsprechend eher der klassischen Richtung. „Macht hoch die Tür“, „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ und „Tochter Zion“ sind altbekannte und häufig gesungene Weihnachtslieder. Der Chor interpretierte sie sehr harmonisch, sauber und überaus gefühlvoll.

Immer wieder als Erzähler abgewechselt

„Inmitten der Nacht“, ein Satz von Hans Lang, schildert die Geschichte von den Hirten auf dem Feld. Dabei wechselten die verschiedenen Stimmen sich immer wieder als Erzähler ab. Neueren Datums waren zwei Lieder von Bernd Stallmann. „Heilige Nacht“, das der Chor ruhig vortrug und dabei auf die Bedeutung des Ereignisses im Stall von Bethlehem einging. Bei dem Lied „Dann ist Weihnachtszeit“ ging es um die Begleiterscheinungen dieses Festes, um den Duft von Zimt und Zucker, die verschneite Landschaft und die vielen Lichter.

Die Vorträge des Zeitlos-Chors mit Ulrike Bauer-Trolp als Dirigentin konzentrierten sich auf weihnachtliche Musik aus den USA. Diese ist stark beeinflusst durch die traditionelle Musik der ehemaligen Sklaven, aber auch durch die Jazz-, Rock- und Popszene. „Go tell it on the mountain“ hat seinen Ursprung in der Gospelmusik der Kirche der Afroamerikaner. Der Text fordert die Menschen auf, in Anlehnung an das Geschehen bei den Hirten, die frohe Botschaft weiterzutragen.

Dem Chor gelang es gut, die dem Lied innewohnende Fröhlichkeit wiederzugeben. Einen ganz anderen Charakter hatte ein weiteres Lied, das sich an die spirituelle Musik der einstigen Versklaven anlehnte. „On this holy night“, das sich mit Weihnachten als dem Fest der Liebe beschäftigt, wurde von den Sängern sehr gefühlvoll vorgetragen. Der flott und a cappella dargebotene Song „Run, run to Bethlehem“, einem Satz von Jay Althouse mit Elementen des West-Coast-Jazz, stellte eine weitere rhythmische Herausforderung an die Sänger, die sie gut bewältigten.

Sehnsucht nach weißer Weihnacht

„Winter Wonderland“, auf Deutsch vorgetragen, weckte Sehnsucht nach Weißer Weihnacht und einem „Weißen Winterwald“, was bei dem aktuellen Wetter wohl nur ein Wunsch bleiben wird. Esmachte dem Chor sichtlich Spaß „Auld Lang Syne“, ein Medley aus Winter- und Weihnachtsliedern amerikanischen Ursprungs, vorzutragen. Als Abschluss der Chorbeiträge hörte man das Lied „Happy Xmas“ oder „War is over“, ein Song, der von John Lennon zusammen mit seiner Frau Yoko Ono getextet und komponiert wurde.

Eindrucksvoll das fast mantrahaft dem „Merry Christmas“ unterlegte „War is over, if you wanted“. „Der Krieg ist vorbei, wenn du nur möchtest“ ist eine beeindruckende Friedensbotschaft. Die Chöre wurden übrigens bei den meisten Liedern von Manuel Höppner am Klavier begleitet. Er harmoniert sehr gut mit den Sängern und hilft ihnen auch über manche rhythmische Klippe hinweg. Höppner bereicherte den Konzertabend zusätzlich mit zwei brillant vorgetragenen Orgelstücken.

Zunächst spielte er „Es ist das Heil uns kommen her“, eine Choralbearbeitung von Matthias Weckmann und dann die Triosonate Es-Dur BWV 525 von Johann Sebastian Bach. Die beiden Chorleiterinnen Claudia Koch und Ulrike Bauer-Trolp sangen mit sehr schön aufeinander eingestellten Stimmen im Duett und mit Manuel Höppner am Klavier den allbekannten Song von Leonard Cohen „Hallelujah“.

Der Nachwuchs beeindruckt das Publikum

Was wäre aber so ein Liederabend ohne die kleinen Sängerinnen und Sänger der Schneyer Liederkiste. Der Kinderchor unter der Leitung von Claudia Koch, auch geschwächt durch die in dieser Jahreszeit fast unvermeidlichen Erkältungskrankheiten, stellte sich dennoch der Herausforderung vor großem Publikum mit weniger Stimmen aufzutreten. Alle Achtung: Sie begeisterten mit ihren Liedern „Engel gucken schon ums Eck“, „Die Wi-Wa-Weihnachtsmaus, Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und „Gar leise fallen Flocken“. Der Vorsitzende freute sich über die zahlreich erschienene und reichen Applaus spendende Zuhörerschaft und bedankte sich für das gelungene Konzert bei allen Mitwirkenden.