LICHTENFELS

Lichtenfels: Siegfried Jäkel feiert 80. Geburtstag

Lichtenfels: Siegfried Jäkel feiert 80. Geburtstag
Der Erste Schützenmeister Erwin Kalb (li.) gratulierte Ehrenschützenmeister Siegfried Jäkel zum 80. Geburtstag und überreichte ihm das vom Deutschen Schützenbund verliehene Protektorabzeichen in Silber. Foto: Alfred Thieret

Im Kreis seiner Familie und seiner Schützenkameraden der Königlich Privilegierten Scharfschützengesellschaft Lichtenfels mit den drei Schützenmeistern Erwin Kalb, Uwe Matzner und Hans-Georg Rießner sowie dem Ehrenschützenmeister Alfred Brandmeier an der Spitze feierte der Ehrenschützenmeister Siegfried Jäkel am Donnerstag im Schützenhaus seinen 80. Geburtstag.

Der in Oberweistritz in Schlesien geborene Jubilar fand nach seiner kriegsbedingten Flucht 1944 mit seinen Eltern in Mittelfranken in der Nähe von Gunzenhausen eine neue Heimat, wo er auch seine Jugendzeit verbrachte.

Nach seiner beruflichen Ausbildung und der Bundeswehrzeit war er im Bereich Würzburg im Baustoffhandel tätig, ehe er im Juli 1970 nach Lichtenfels wechselte, um dort einen Verbund von Betonwerken zu leiten. Bis zum Renteneintritt blieb er der Baubranche als Geschäftsführer treu.

19 Jahre lang mit viel Herzblut für die Privilegierten engagiert

1971 trat Jäkel der Schützengesellschaft Lichtenfels bei, für die er sich 19 Jahre als Schützenmeister mit viel Herzblut engagiert hate. Die Feier im Schützenhaus leitete der Platzmeister Dieter Brandmeier ein, der mit einem Ständerla auf der Drehorgel Siegfried Jäkel auf musikalischem Weg Glückwünsche übermittelte.

Dann war es dem Schützenmeister Erwin Kalb vorbehalten, mit einer langen Laudatio die großen Verdienste von Siegfried Jäkel zu würdigen. „Ohne dich würde es diese Gesellschaft in der heutigen Form mit Sicherheit nicht geben“, lobte der Schützenmeister.

„„Ohne dich würde es

diese Gesellschaft in der heutigen Form mit

Sicherheit nicht geben.“

Erwin Kalb, 1. Schützenmeister

Als Siegfried Jäkel 1971 der Schützengesellschaft beigetreten sei, habe sie sich noch ganz anders dargestellt. Die Schießsportaktivitäten seien deutlich geringer gewesen, das Schützenhaus sei arg in die Jahre gekommen gewesen und es habe erheblicher Finanzierungsbedarf bestanden. „Eine Gesellschaft, an deren Grundfesten du als damaliger Newcomer gerüttelt hast, wurde von dir grundlegend in eine neue Blütezeit geführt“, stellte Erwin Kalb voller Anerkennung fest.

In seiner ersten Regentschaft als Schützenmeister von 1983 bis 1988 habe er die Gesellschaft mit viel Leidenschaft, Esprit und Ausdauer geführt und begonnen das marode Schützenhaus zu renovieren. Aus beruflichen Gründen habe er das Amt des 1. Schützenmeisters 1988 an seinen damaligen Stellvertreter und heutigen Ehrenschützenmeister Alfred Brandmeier übergeben. Als der nachfolgende Schützenmeister Jochen Thiel krankheitsbedingt zurücktreten musste, sei Siegfried Jäkel 2003 wieder in den Ring gestiegen und habe bis 2014 mit extrem großem Einsatz die Geschicke der Gesellschaft gelenkt, Schulden abgebaut, neue Einnahmequellen erschlossen und die Scharfschützengesellschaft zu einem Unternehmer der Stromwirtschaft gemacht.

Protektorabzeichen in Silber ist seine zwölfte Schützen-Ehrung

Die Verdienste um die Gesellschaft seien auch an den insgesamt elf Ehrungen abzulesen, die Siegfried Jäkel im Lauf der Zeit erhalten habe. Trotz der vielen Ehrungen habe man doch noch eine passende Auszeichnung zum 80. Geburtstag gefunden. So überreichte der Schützenmeister Erwin Kalb an den Ehrenschützenmeister Siegfried Jäkel in Würdigung der Verdienste um das Deutsche Schützenwesen das vom Deutschen Schützenbund verliehene und durch seine Hoheit Andreas Prinz von Sachsen-Coburg gestiftete Protektorabzeichen in Silber. Erwin Kalb vergaß auch nicht, der Ehefrau Elke Jäkel für die Unterstützung ihres Mannes und für ihren eigenen Einsatz für die Gesellschaft zu danken. Das Obermain-Tagblatt gratuliert Siegfried Jäkel nachträglich ebenfalls recht herzlich zu seinem Geburtstag.

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