Bach-Weihnachtsoratorium in Lichtenfels

Diana Schmid, Alt.Fotos: red Foto: red

Lichtenfels

Am Samstag, 28. Dezember, wird um 19 Uhr in der Martin-Luther-Kirche das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Das Bachsche Weihnachtsoratorium zählt zu den bekanntesten und am meisten gespielten Werken des Thomaskantors.

Das Werk entstand im Jahr 1734 und wurde in der Weihnachtszeit 1734/35 in den Leipziger Hauptkirchen Sankt Nicolai und Sankt Thomas zum ersten mal aufgeführt. Es besteht aus sechs Teilen (Kantaten), die auf die sechs Festtage vom 1. Weihnachtstag bis Epiphanias verteilt sind. In der Lichtenfelser Aufführung erklingen die Teile 1 bis 3. Es wirken neben den hochkarätigen Solisten Silke Herold-Mändl (Fürth), Sopran, Diana Schmid (Wiesbaden), Alt, Christian Rathgeber (Mainz), Tenor, Thomas Gropper (München), Bass, die Kantorei Lichtenfels, der Lorenz- Bach-Chor und die bekannte Vogtlandphilharmonie Greiz/Reichenbach unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann mit.

Silke Herold-Mändl

Silke Herold-Mändl, Sopran. Foto: red

erhielt ihre Gesangsausbildung bei Susanne Joas Fenna Kügel-Seifried. Für ihre Leistungen erhielt Silke Mändl 2003 den Kulturförderpreis der Stadt Fürth. Mit der strahlenden Leuchtkraft ihrer Stimme und großen Koloraturensicherheit überzeugt Silke Herold-Mändl bereits während ihres Studiums. Ein großer Schwerpunkt in Silke Herold-Mändls musikalischer Tätigkeit liegt im Oratorienbereich. Sie ist aber nicht nur eine gefragte Solistin bei Kirchenkonzerten, sondern gestaltet mit besonderer Hingabe auch Liederabende. Zahlreiche ihrer Auftritte wurden bereits durch den Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt. Im Jahre 2009 begann ihre Karriere auch ins Ausland auszustrahlen.

Diana Schmid

wurde in Augsburg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Gesang an der Hochschule für Musik in Dresden und anschließend in Mainz, wo sie 2008 mit dem Konzertexamen abschloss. Sie war Stipendiatin der Richard-Wagner-Stipendienstiftung und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u. a. beim Internationalen Gottlob-Frick-Gesangswettbewerb, dem Preis der Bruno-Frey-Stiftung sowie dem Preis der Mainzer Theaterkultur. Die CD mit Georg Friedrich Händels Oratorium „Theodora“ mit ihr als Irene erschien im Frühjahr letzten Jahres bei NAXOS.

Christian Rathgeber

erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Windsbacher Knabenchor. Während seiner Ausbildung und Berufstätigkeit als Heilerziehungspfleger hatte er privaten Gesangsunterricht bei Hans-Peter Blochwitz und Martin Hummel. Er absolvierte ein Diplom-Gesangsstudium an der Musikhochschule Mainz bei Prof. Andreas Karasiak. Sein Schwerpunkt liegt auf Tenorpartien der „Alten Musik“ und der frühen Romantik von Monteverdi, Bach, Händel bis Mendelssohn, die ihm eine rege Konzerttätigkeit deutschlandweit ermöglichen. Konzerte führten ihn unter anderem nach Israel, Südafrika, Paris, in die Schweiz und nach Russland. Eine intensive Arbeit in Ensembles, wie dem Collegium Vocale Gent, Balthasar-Neumann-Chor, Rundfunkchor Berlin und der Bachstiftung Sankt Gallen, runden sein musikalisches Schaffen ab.

Thomas Gropper

Thomas Gropper, Bass Foto: red

studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München Opern- und Konzertgesang sowie Gesangspädagogik bei Markus Goritzki und in Berlin bei Dietrich Fischer-Dieskau. Sein sängerischer Schwerpunkt liegt auf dem oratorischen Gebiet, wobei auch zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen entstanden. Auch auf dem Gebiet der Oper ist Thomas Gropper tätig. 2001 wurde er zum Professor für Gesang, Sprecherziehung und Gesangsdidaktik berufen.

Vogtlandphilharmonie

Greiz/Reichenbach entstand 1992 aus dem Zusammenschluss der Symphonieorchester der jeweiligen Städte. Sie ist ein gemeinsames Projekt der Länder Thüringen und Sachsen und damit einzigartig in Deutschland. Gastkonzerte führten den „Musikalischen Botschafter der Region“ in alle bedeutenden Musikzentren Deutschlands, nach Österreich, Spanien, Dänemark, Frankreich, China, in die Tschechische Republik, die Schweiz und die USA. (red)

Karten gibt es im evangelischen Pfarramt in Lichtenfels, im evangelischen Pfarramt Michelau und an der Abendkasse.

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