LICHTENFELS

Nur gebildete Frauen können Welt verändern

Unser Bild zeigt (v. li.) Schwester Dorothea (Konradshof), Maria Hollering-Hamers (Lichtenfelser Frauengruppen), Maike Hartmann (Frauenhaus Coburg) Foto: Georg Hollering

Am 25. November, dem internationalen Tag „NEIN! Zu Gewalt an Frauen“, übergaben die Frauen des Aktionsbündnisses „Lichtenfelser Frauengruppen“ eine Spende an Schwester Dorothea vom Konradshof in Vierzehnheiligen und an Maike Hartmann vom Frauenhaus in Coburg.

Seit nunmehr 30 Jahren sind die „Lichtenfelser Frauengruppen“ mit diesen beiden, für Frauen und Kindern in Not so wichtigen Einstellungen verbunden. Dabei geht es nicht in erster Linie um Geld oder Spenden, sondern vielmehr um eine intensive Anteilnahme und ein großes Interesse an der Arbeit, die dort geleistet wird. Schwester Dorothea und Maike Hartmann berichteten über ihre Arbeit, über die Not der Frauen, über die Gewalt, die viele Frauen erleben, oft von Kindesbeinen an. Leider zeigt die Erfahrung, dass solche Gewaltgeschichten sich dann häufig auch ins Erwachsenenleben fortsetzen. Das Frauenhaus Coburg nimmt bei Bedarf auch Lichtenfelser Frauen auf

Gemeinsam mit den beiden Gästen schauten die Frauen dann den zum Thema passenden Film von Terre des Femmes: „Female Pleasure“ (Weibliche Lust), in dem es eben nicht um „Plaisir“ von Frauen an Sex geht, sondern darum, was in allen Ländern und allen Religionen Frauenkörpern angetan wird. Überall, wo patriarchale Strukturen vorherrschen, wird Frauen das Recht auf die Verfügung über die eigene Sexualität untersagt. Männer haben das Sagen über die Körper von Frauen.

„Lichtenfelser Frauengruppen“ gibt es seit über 30 Jahren

Eindrucksvoll zeigt der Film, wie Frauen an vielen Orten versuchen, diesen Leidensdruck zu durchbrechen und so durch mehr Bildung und Aufklärung Freiheit und Selbstbestimmung gewinnen können. Fazit des Filmes: Nur mutige, aufgeklärte und gebildete Frauen können die Welt verändern.

Das Aktionsbündnis „Lichtenfelser Frauengruppen“ gibt es seit über 30 Jahren. Die Frauen greifen immer wieder aktuelle Themen auf und versuchen so in kleinen Schritten, die Lebensbedingungen für die Frauen vor Ort zu verbessern. Dabei geht es immer mal wieder um die Gewalt an Frauen, die in allen Schichten der Gesellschaft vorkommt. Es geht um Aufklärung und Ermutigung, denn selbstbewusste Frauen können sich besser schützen. Auch Themen wie „Wohnen im Alter“, Pflege, politische Frauenthemen stehen auf dem Programm.

Am 21. März 2020 lädt das Aktionsbündnis alle interessierten Frauen zur Feier des Internationalen Frauentages herzlich ein. (red)

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