LICHTENFELS

Hüttengaudi und Zaubereien

Weil Helfen Spaß macht: Der Profizauberer Rudolf Konthur (li.) verspricht bei seinem Benefiz-Auftritt in der Stadtalm von Uwe Held handgemachte Wunder und eine Fülle faszinierender Momente. Foto: Markus Drossel

Uwe Helds Adventskalender ist etwas Besonderes. Nicht nur, weil er gut 50 Quadratmeter misst, aus Vollholz gezimmert wurde und begehbar ist. Vielmehr deswegen, weil er an 25 Tagen „Bonbons“ hinter der Tür bietet, kulinarische wie musikalische. Und an einem Tag sogar handgemachte Wunder.

Die „Stadtalm“ auf dem Marktplatz vor dem Rathaus ist für den Wirt des Eiscafés am Markt seine Art, den Lichtenfelsern sowie Besuchern aus Nah und Fern die Adventszeit zu versüßen und sie auf das Fest der Feste einzustimmen. Auch heuer hat er wieder ein buntes Programm zu bieten, bei in der Regel freiem Eintritt.

Ungläubig blickt der gestandene Gastronom auf die Hände seines Gegenübers mit dem grünen Hut. Der Hüne aus dem Hochstadter Gemeindeteil Obersdorf erzählt ihm gerade etwas von der magischen Sieben und dass die Zahlen auf den gegenüberliegenden Seiten eines Würfels immer dieselbe Summe ergeben. Was dann geschieht, ist zauberhaft. Rudolf Konthur dreht die beiden orangenen Würfel immer wieder um 180 Grad, auf der einen Seite die Sechs, auf der anderen die Eins, die Sechs, die Eins, die … Vier? Wie hat er das nur gemacht?

Ein Profizauberer verblüfft zugunsten Bedürftiger in der Region

Seit 35 Jahren ist Konthur Profizauberer. In vielen Ländern der Erde und auf so manchem Kreuzfahrtschiff hat er schon für magische Momente gesorgt. 150 bis 180 Auftritte sind es pro Jahr. Am Donnerstag, 5. Dezember, stellt er seine handgemachten Wunder ganz in den Dienst des guten Zwecks: Konthur ist Teil des Spendentags zugunsten der OT-Leseraktion„Helfen macht Spaß“, an der sich auch der „König von Franken“, der bekannte Kabarettist Mäc Härder, beteiligen wird. Davor, danach und zwischendurch spielt das „Aus-Trio“ die Hymnen von „STS“, Falco und Konsorten. Natürlich in der „Stadtalm“.

Zusammen für „Helfen macht Spaß“ im Einsatz: Zauberer Rudolf Konthur und Wirt Uwe Held. Foto: Markus Drossel

„Das ist der einzige Tag, an dem ich Eintritt verlangen werde“, sagt Uwe Held. „Neu ist auch, dass der traditionelle Spendentag heuer zweigeteilt ist, also am Donnerstag, 5., und am Samstag, 7. Dezember, stattfindet. Der Eintritt vom Donnerstag und am Samstag der komplette Getränkeumsatz von 11.30 bis 14 Uhr und auch der Erlös des Essens, das heuer erstmals die DPSG-Pfadfinder vom Stamm Andechs-Meran zubereiten, gehen an ,Helfen macht Spaß‘.“ Und damit an Bedürftige in der Region.

25 Tage hat die „Stadtalm“ geöffnet

Erstmals öffnet die „Stadtalm“ am Freitag, 29. November, ihre Tür. Dann gibt es jeden Tag bis einschließlich 23. November, dem Tag des großen Christkindlesmarkts in Lichtenfels, kulinarische Genüsse und vor allem Donnerstag bis Samstag auch künstlerische Highlights.

Ein Jahr dauerten die Vorplanungen für die „Stadtalm 2019“. Uwe Held ist froh, auch in diesem Jahr wieder etliche Glanzlichter in der Vorweihnachtszeit bieten zu können. So gibt es beispielsweise Konzerte von „Two Wings“ (29. November) und Gitty Bauersfeld (19. Dezember), „Hüttenzauber“ mit Entertainer Chris Bauer (6. Dezember), „Almgaudi“ mit der Band „Heimatluft“ (14. Dezember) oder auch die Almparty mit „DJ Wichwahn“ (13. Dezember).

Ein Herzensanliegen ist Uwe Held der besinnliche Abend mit Pfarrerin Anne Salzbrenner (Mi.), Martina Wegner und Reiner B... Foto: Gerda Völk

„Ich biete aber bewusst nicht nur Party, sondern auch einige ruhigere Momente“, sagt der Hüttenwirt. Dazu gehört sicher der Auftritt von Suzan Baker unter dem Motto „Zwei Gitarren – zwei Stimmen“ gemeinsam mit Partner Dennis Lüddicke am Montag, 16. Dezember. „Ich bin stolz, dass wir in unserer Region so eine Ausnahmekünstlerin haben“: Uwe Held ist ein großer Fan. Besinnlich wird es auch am Mittwoch, 18. Dezember, wenn Lichtenfels‘ evangelische Pfarrerin Anne Salzbrenner ab 20 Uhr Vorweihnachtsstimmung verbreitet, musikalisch unterstützt von Reiner Babucke und Martina Wegner. Auch dieser Abend ist dem Gastgeber eine Herzensangelegenheit.

Am Freitag, 20. Dezember, könnte es dann gut sein, dass es für Uwe Held kein Halten mehr gibt und der Hüttenwirt hinter dem Tresen mächtig abrockt. „Ich bin zwar in Lichtenfels geboren, aber zwischen Freilassing und Bad Reichenhall aufgewachsen. Und dort wurde in meinen Jugendtagen in jeder Disco die komplette Bandbreite österreichischer Liedkunst gespielt“, erklärt er. Am 20. Dezember hat er das „Aus-Trio“, das ja schon am „Helfen macht Spaß“-Donnerstag, 5. Dezember, aufspielt, für ein dreistündiges Konzert gebucht. Bei freiem Eintritt sind alle Interessenten eingeladen, zu „STS“, Falco und österreichischen Oldies abzufeiern.

Neben Klängen aus der Alpenrepublik hat Held übrigens noch eine andere Leidenschaft, die sich auch in der „Stadtalm“ niederschlägt. Und so grinst er verschmitzt, als er verrät: „Jeder DJ muss bei mir zum Abschluss ein besonderes Lied spielen. Das wissen die, das machen die.“ Es ist „Nothing Else Matters“ und stammt von den Heavy-Metal-Giganten Metallica.

Nach dem Christkindlesmarkt am 23. Dezember letztmals Party

Schon in den vergangenen Jahren war die „Stadtalm“ ein Publikumsmagnet. Foto: OT-Archiv/Andreas Welz

Das Obermain-Tagblatt ist auch in diesem Jahr Medienpartner der „Stadtalm“. Derzeit läuft das Weihnachtsgewinnspiel der Heimatzeitung, für das zwei Beilagen erschienen. Einmal mehr gibt es tolle Preise zu ergattern. Die Gewinner werden dann am Montag, 9. Dezember, öffentlich gezogen. Natürlich in der „Stadtalm“.

Zum letzten Mal in die Vollen geht es in der „Stadtalm“ am Montag, 23. Dezember. Der Christkindlesmarkt in der Innenstadt ist traditionell ein Besuchermagnet. Bis Mitternacht gibt es Partymusik satt, die Blockhütte am Rathaus dürfte ein weiteres Mal brechend voll sein. Wenn dann „Metallicas“ Hymne erklungen ist, ist Feierabend für die Saison. Am Vor- und Nachmittag des 24. Dezember heißt es Aufräumen. „Der Abend aber gehört dann ganz meiner Familie. Nach polnischer Tradition gibt es elf Gerichte, die allesamt meine Frau kocht“: Uwe Held freut sich auf diesen ganz besonderen Abend, für den er sich fein herausputzen wird. Bis dahin aber öffnet er für Lichtenfels und Umgebung erst noch 25 Mal seinen überdimensionierten „Adventskalender“.

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