LICHTENFELS

Training der Feuerwehrleute an Brandmeldeanlage

Landrat Christian Meißner (2. v. re.), Kreisbrandrat Timm Vogler (li.) und Kreisbrandmeister Tino Schamberger freuen sich über die neue Schulungsbrandmeldeanlage, die Otto Nüsslein (re.) übergab. Foto: Helmut Kurz/Landratsamt

„Das ist ein schöner und interessanter Termin, da unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden eine sinnvolle Unterstützung für den Brandschutz erhalten.“ Mit diesen Worten leitete Landrat Christian Meißner seinen Dank an die Spender der neuen Schulungsbrandmeldeanlage ein. Sie wurde Anfang der Woche an die Feuerwehren im Landkreis übergeben. Darüber informiert das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Kreisbrandrat (KBR) Timm Vogler stellte aus Sicht der Feuerwehren im Landkreis heraus: „Die neue Anlage steht nun den 113 freiwilligen Feuerwehren und zwei Werksfeuerwehren im Landkreis für Übungszwecke zur Verfügung.“ Er wies auch darauf hin, dass es derzeit mehr als 130 Brandmeldeanlagen im Landkreis gibt. Die Schulung wird durch Kreisbrandmeister Tino Schamberger sichergestellt.

„Die neue Anlage steht nun den 113 freiwilligen Feuerwehren und zwei Werksfeuerwehren im Landkreis für Übungszwecke zur Verfügung.“
Timm Vogler, Kreisbrandrat

Der Dank von Landrat und KBR ging vor allem an Otto Nüsslein von der Firma Siemens, Bayreuth, die den Hauptteil der Kosten übernahm. Das Holzmaterial, auf das die verschiedensten Brandmelder verbaut wurden, sponserte die Schreinerei Team Holz Vier aus Neuensee. Der Landkreis beteiligte sich ebenfalls finanziell.

Eine Brandmeldeanlage (BMA) ist eine Gefahrenmeldeanlage aus dem Bereich des vorbeugenden Brandschutzes, die Ereignisse von verschiedenen Brandmeldern empfängt, auswertet und dann reagiert. Als Reaktion können verschiedene technische Einrichtungen angesteuert werden, zum Beispiel:

• Weiterleitung einer Brandmeldung an die ständig besetzte Leitstelle zur Alarmierung der örtlichen Feuerwehr;

• Auslösung einer internen Alarmierung, um vor der Weiterleitung zur Feuerwehr kontrollieren zu können, ob ein Täusch- oder Fehlalarm vorliegt;

• Auslösung einer Alarmierung zur Räumung eines Objektes;

• Öffnen von Rauchableitungseinrichtungen;

• Ansteuerung von Aufzügen;

• Schließen von Feuerschutzabschlüssen;

• Auslösung einer Objektlöschanlage, zum Beispiel CO2-Löschanlage.

Zum Erkennen von (Brand-)Ereignissen werden Brandmelder unterschiedlicher Kenngrößen (zum Beispiel Rauch, Temperatur, Flammen) verwendet.

Diese Schulungsbrandmeldeanlage zeigt die Vielfalt der in den Gebäuden im Landkreis verbauten Brandmeldeanlagen auf. Die... Foto: Helmut Kurz/Landratsamt

Oft Pflicht in besonders gefährdeten Gebäuden

Meistens werden Brandmeldeanlagen in besonders gefährdeten Gebäuden, wie großen Industrieobjekten, Bahnhöfen, Universitäten, Schulen, Firmengebäuden, Fabrikhallen, Altenwohnheimen oder Krankenhäusern installiert. Die Pflicht zu einem Einbau einer auf die Feuerwehr aufgeschalteten Brandmeldeanlage ist im Bauordnungsrecht im Rahmen von Sonderbauvorschriften geregelt. Gegebenenfalls kann die Bauaufsicht den Einbau einer Brandmeldeanlage mit der Baugenehmigung fordern. Sie kann auch aus versicherungstechnischen Aspekten zur Begrenzung einer Versicherungsprämie vorgesehen werden.

An der fertiggestellten Schulungsbrandmeldeanlage können verschiedene Szenarien, die Einsatzkräfte bei Alarmen an Brandmeldeanlagen in der Praxis erwarten, nachgestellt und entsprechend ausgebildet werden.

Mit Brandmeldezentrale und Feuerwehrlaufkarten

Die Schulungsbrandmeldeanlage besitzt die wesentlichen Bestandteile einer Brandmeldeanlage, die in den verschiedenen Gebäuden im Landkreis verbaut sind: Brandmeldezentrale, Feuerwehr- Bedienfeld, Feuerwehr-Anzeigetableau, Freischaltelement mit Feuerwehr- Schlüsseldepot, Feuerwehrlaufkarten, Handfeuermelder, verschiedene Rauchwarnmelder, simulierte Sprinkleranlage, verschiedene Hupen und Sirenen.

Die Ausbildung an dieser Anlage umfasst einen theoretischen Teil, in dem den Teilnehmern Grundwissen über die Brandmeldeanlage sowie Kenntnis und Funktionen der einzelnen Bauteile vermittelt wird. Im praktischen Teil lernen die Teilnehmer die Bedienung der Anlage, den Umgang mit den verschiedenen Elementen und das Zurückstellen der ausgelösten Brandmeldeanlage.

Ebenso werden verschiedene Probleme oder Störungen dargestellt, die in der Praxis vor Ort immer wieder vorkommen und die die Teilnehmer zu lösen haben. (red)

 

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