LICHTENFELS

IHK: Die Geschäftslage am Obermain bleibt solide

Die Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth zeigt für den Obermain eine verhalten-optimistische Geschäftslage. Die Erwartungen für 2020 hellen sich zwar etwas auf, bleiben aber im negativen Bereich. Foto: Markus Drossel

Die konjunkturelle Lage im Landkreis festigt sich auf relativ niedrigem Niveau. Die Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth zeigt für den Obermain eine verhalten-optimistische Geschäftslage. Die Erwartungen für 2020 hellen sich zwar etwas auf, bleiben aber im negativen Bereich.

„Die Negativentwicklung, die aktuell in anderen Regionen des Kammerbezirks zu beobachten ist, hat den Lichtenfelser Raum bereits im Frühjahr erfasst. Seitdem hat sich die Konjunkturentwicklung leicht stabilisiert“, erläutert Wilhelm Wasikowski, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Lichtenfels. Aufgrund der etwas aufgehellten Zukunftsprognosen legt der IHK-Konjunkturklimaindex für den Landkreis Lichtenfels auf 112 Zähler leicht zu.

42 Prozent der Befragten stufen die aktuelle Geschäftslage positiv ein, elf Prozent sind mit ihr nicht zufrieden. „Die Geschäftslage am Obermain bleibt solide“, so Wasikowski. Dies trifft jedoch nicht auf alle Parameter zu. Allen voran erholt sich die Inlandsnachfrage nicht und beschert vielen Betrieben rückläufige Umsätze und Auftragseingänge. Auch mit der Kapazitätsauslastung sind immer mehr Unternehmen unzufrieden.

Vorerst keine Besserung in Sicht

Die Konjunkturerwartungen hellen sich im Wirtschaftsraum Lichtenfels etwas auf, bleiben aber im Grundtenor negativ. 17 Prozent aller Befragten rechnen für 2020 mit einer verbesserten Geschäftslage, 21 Prozent mit einer weiteren Eintrübung. Damit verringert sich der negative Saldo aus dem Frühjahr spürbar, der Pessimismus bei den Unternehmen lässt etwas nach. „Im Großen und Ganzen erwartet die Lichtenfelser Wirtschaft für die kommenden zwölf Monate eine konstante bis leicht rückläufige Geschäftsentwicklung.

Wilhelm Wasikowski, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Lichtenfels. Foto: red

Vor dem Hintergrund der Krise im Automobilsektor und den internationalen Handelsstreitigkeiten hätte der Pessimismus auch deutlich stärker ausfallen können“, stellt der Vizepräsident fest.

Außerdem drücken der Brexit, der Handelsstreit zwischen den USA und China und die drohenden Zölle der USA auf deutsche Autos auf die Zukunftsaussichten. „Die Gespräche zwischen den USA auf der einen sowie der EU und China auf der anderen Seite liefen zuletzt zwar positiv, Entwarnung kann aber noch nicht gegeben werden.“

Steuerentlastungen für mehr Kaufkraft und Investitionen

Es ist zu erwarten, dass die Lichtenfelser Wirtschaft nach Jahren einer positiven Beschäftigtenentwicklung im kommenden Jahr Arbeitsplätze abbauen wird. In der Herbstumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth sind die Unternehmen, die ihre Beschäftigtenzahl reduzieren wollen, klar in der Mehrheit.

Die Investitionsneigung der Unternehmen steigt hingegen und viele Unternehmen wollen ihr Investitionsniveau halten oder weiter erhöhen. „Die Wirtschaft will investieren und ihre Standorte sichern. Das sind gute Nachrichten, wenn auch tagesaktuell keine neuen Beschäftigtenverhältnisse damit einhergehen“, so der Vizepräsident. „Investitionen sind wichtig, um die Zukunftsaussichten des Standortes Lichtenfels zu stärken.“ Über die Hälfte der Unternehmen geben als Investitionsgrund Umweltschutzmaßnahmen an.

„Jetzt Bürger und Unternehmen steuerlich zu entlasten, wäre ein starkes Signal. Das schafft Kaufkraft und motiviert die Unternehmen zu mehr Investitionen“, fordert Wasikowski. „Die Unternehmen brauchen außerdem nicht nur mehr Planungs- und Versorgungssicherheit beim Strom, es muss auch endlich Schluss sein mit immer höheren Kosten.“ (ihk)

 

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