LICHTENFELS

Kommunalwahl 2020: Wer die CSU im Kreis vertreten will

Diese Frauen und Männer des CSU-Kreisverbandes Lichtenfels mit dem Kreisvorsitzenden, Landrat Christian Meißner (vorne 5. v. re.), an der Spitze bewerben sich bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 um einen der 50 Sitze im Lichtenfelser Kreistag. Foto: Alfred Thieret

106 Kreisdelegierte des CSU-Kreisverbandes wählten am Freitag im Stadtschloss die 50 Bewerber für die Kreistagswahl am 15. März 2020.

Bei Wahlen gehe der Blick normalerweise nach vorne, aber nachdem die sechsjährige Wahlperiode weitgehend abgelaufen sei, biete sich ein Blick auf die vergangenen fünfeinhalb Jahre in Bezug auf den Kreistag an, in dem die CSU und die Jungen Bürger gemeinsam die Mehrheit hatten, stellte der Spitzenkandidat, Landrat Christian Meißner, in seiner Funktion als CSU-Kreisvorsitzender und Versammlungsleiter fest.

„Trotz mancher Probleme bei Regiomed“

So sei im Juli 2018 das Klinikum in Betrieb genommen worden, das trotz mancher Probleme bei Regiomed funktioniere und mit dem die Leute sehr zufrieden seien. Im Mai 2019 habe man auf dem Kordigast der Abenteuerspielplatz Spielwienix eröffnet, bei dem alle Spielgeräte auf das ehemalige Siedlungsgebiet der Kelten hinweisen. Auch die Ausgrabungen unterhalb des Staffelberges würden Auskunft über unsere keltischen Vorfahren geben. Kürzlich sei ein neues Nahverkehrskonzept aufgestellt worden. Damit habe er nur einige Beispiele nennen wollen, stellte Christian Meißner fest.

Eine starke Liste von Kandidaten

Es brauche nun engagierte Persönlichkeiten, die die Herausforderungen der bevorstehenden sechs Jahre meistern würden. Der CSU-Kreisverband könne den Bürgern eine starke Liste von Kandidaten aus den Ortsverbanden präsentieren, mit einer ausgewogenen Mischung von Jung und Alt, Männern und Frauen und unterschiedlichsten Berufen, darunter Landwirte, Unternehmer, Freiberufler, Angestellte und Beamte. „Wir bilden die Mitte ab, mit Leuten die mitten im Leben, im Beruf und der Familie stehen. Mit diesen Menschen wollen wir gemeinsam Politik machen“, unterstrich Meißner.

Von den zukünftigen Aufgaben nannte der Landrat zwei große Straßenbauprojekte mit dem Kreuzungsbauwerk der B173 im Bereich Michelau und der Ortsumgehung von Wunkendorf und Modschiedel. Neben den harten Faktoren wie Straßenbau wolle man aber auch das seniorenpolitische Konzept weiter fortschreiben und Familien fördern, insbesondere Angebote an junge Familien machen.

So setzt sich die Liste zusammen

Nach einer kurzen Vorstellung der einzelnen Kandidaten erhielten diese bei der schriftlichen Wahl von den 106 Delegierten ein fast einstimmiges Votum. Die Liste wird angeführt vom Kreisvorsitzenden Christian Meißner, gefolgt von der Europaabgeordneten Monika Hohlmeier, der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner und dem aktuellen Fraktionsvorsitzenden Peter Schmauser, dann folgen in der Reihenfolge die Bürgermeisterkandidaten, die amtierenden Bürgermeister, die amtierenden Kreisräte und schließlich die Vorschläge der Ortsverbände.

Die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier betonte, dass man als Europapolitiker auch auf der heimischen Ebene verankert sein müsse. Während es in Deutschland die Autoindustrie von politischer Seite schwer habe, kämpfe sie gerade im europäischen Parlament für eine Unterstützung der Autoindustrie, um nicht Arbeitsplätze zu verlieren, sondern um wettbewerbsfähiger zu werden. „Wir sollten alle zusammenstehen und für unsere Unternehmen kämpfen und uns nicht von dem negativen Geist, den manche verbreiten, anstecken lassen.“ Sie trat auch für die Bauern ein, die von vielen Seiten angegriffen würden. Es gelte vorrangig die bäuerlichen Familienbetriebe zu unterstützen und weniger die großen Industriebetriebe, betonte Hohlmeier.

Die Mutter aller Wahlen

Gerade in der heutigen Zeit, in der sich viele Leute nur noch ungern binden wollen, sei es keine Selbstverständlichkeit, sich einer Partei anzuschließen und mit ihr in die Mutter aller Wahlen, die Kommunalwahl zu gehen, bemerkte die erneut für den Kreistag kandidierende Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner. Dies verdiene Respekt und Anerkennung.

Ebenso wie auf Bundes- und Landesebene wolle man sich als CSU auch auf kommunaler Ebene auf die aktuellen Probleme der Zeit konzentrieren, um darauf eine Antwort geben zu können. Dabei nannte sie Digitalisierung, Breitbandausbau, Städtebau, Wirtschaft, Bildung und Tourismus. Zum Schluss wurde von den Delegierten einstimmig beschlossen, die bisherige enge Kooperation der CSU mit den Jungen Bürgern im Kreistag fortzusetzen.

Die Kandidaten des CSU-Kreisverbands

Folgende 50 Kandidaten des CSU-Kreisverbands Lichtenfels bewerben sich bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 um ein Kreistagsmandat (in Klammer Ortsverband):

1. Christian Meißner (Lichtenfels), 2. Monika Hohlmeier (Bad Staffelstein), 3. Emmi Zeulner (Lichtenfels), 4. Peter Schmauser (Ebensfeld), 5. Uwe Held (Lichtenfels), 6. Dirk Rosenbauer (Michelau), 7. Christian Zorn (Redwitz), 8. Max Zeulner (Hochstadt), 9. Tanja Beier (Marktgraitz), 10. Jürgen Kohmann (Bad Staffelstein), 11. Bernhard Storath (Ebensfeld), 12. Christine Frieß (Burgkunstadt), 13. Robert Hümmer (Altenkunstadt), 14. Udo Dauer (Weismain), 15. Melita Braun (Altenkunstadt), 16. Helmut Fischer (Michelau), 17. Christian Mrosek (Redwitz), 18. Hans-Josef Stich (Bad Staffelstein), 19. Robert Gack (Lichtenfels), 20. Marion Warmuth (Lichtenfels), 21. Michael Bienlein (Weismain), 22. Günter Knorr (Burgkunstadt), 23. Walter Mackert (Bad Staffelstein), 24. Hans-Werner Schuster (Altenkunstadt), 25. Edwin Jungkunz (Altenkunstadt), 26. Günter Dippold (Lichtenfels), 27. Markus Pülz (Marktzeuln), 28. Frank Rubner (Lichtenfels), 29. Alfons Deuber (Modschiedel), 30. Stefanie Baier (Burgkunstadt), 31. Gabi Böhmer (Ebensfeld), 32. Jürgen Hagel (Bad Staffelstein), 33. Clemens Weisser (Michelau), 34. Sabine Rießner (Lichtenfels), 35. Ronald Kaiser (Lichtenfels), 36. Manfred Hofmann (Burgkunstadt), 37. Otto Dinkel (Lichtenfels), 38. Gerhard Elflein (Ebensfeld), 39. Ulli Röhrig (Weismain), 40. Andreas Scheumann (Michelau), 41. Christina Gründel (Bad Staffelstein), 42. Andrea Starker (Lichtenfels), 43. Bernd Krauß (Lichtenfels), 44. Joachim Ruß (Burgkunstadt), 45. Stefan Dinkel (Bad Staffelstein), 46. Gerd Schubert (Lichtenfels), 47. Axel Altstötter (Ebensfeld), 48. Michael Limmer (Altenkunstadt), 49. Horst Habermann (Michelau), 50. Kathrin Roth (Lichtenfels). Ersatzkandidaten: Hans Popp (Weismain), Sylvia Schmidt (Marktgraitz), Gunther Czepera (Altenkunstadt), Michael Hennig (Redwitz), Pauline Juliane Deuber (Lichtenfels).

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