LICHTENFELS

"Schienenkonferenz Oberfranken" in Lichtenfels

„Schienenkonferenz Oberfranken“ in Lichtenfels
Große Herausforderungen für die Region und ihre Schienen sahen auf diesem Bild Emmi Zeulner (MdB), Staatsminister Hans Reichhart und der Coburger Martin Mittag (MdL). Foto: Markus Häggberg

Geht es nach der CSU, dann wird es bald große und größere Veränderungen im fränkisch-bayerischen Schienennetz geben. Im Blick dabei auch der Bahnverkehr im Landkreis. Am Samstag tagte im Café Moritz die „Schienenkonferenz Oberfranken“.

11:45 Uhr, die Presse wird in den ersten Stock des Cafés gebeten, wo unter anderen CSU-Bürgermeister aus Oberfranken, die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier und weitere Diskutanten der CSU sitzen. Vom Tisch gelöst haben sich für eine Pressekonferenz die Lichtenfelserin Emmi Zeulner (MdB), der Vizepräsident des Deutschen Bundestags und CSU-Bezirksvorsitzende, Hans-Peter Friedrich, aber auch der für das Thema wohl maßgeblichste unter ihnen: Hans Georg Reichhart (MdL), Staatsminister für Wohnen, Bau und vor allem Verkehr.

Neun Tagesordnungspunkte

Neun Tagesordnungspunkte zwischen Elektrifizierung von Schienen, der Taktung des Fernverkehrs oder dem Flächenmanagement zu Liegenschaften, welche der Bahn gehören, liegen hinter ihnen. Besonders im Gespräch bei dieser durch Emmi Zeulner maßgeblich mit ins Leben gerufenen Konferenz ist die Oberfrankenachse. Hierbei handelt es sich um den Schienenverbindungsweg, der von Hochstadt nach Hof führt und welcher nicht elektrifiziert ist. Noch können nur Dieselloks auf der Strecke fahren und genau das möchten die Konferenzteilnehmer ändern. Es gilt, diese Forderung wieder auf eine Agenda zu rücken, denn in den vordringlichen Bedarf nahm das Bundesverkehrsministerium zwar etliche Bahnprojekte in Bayern, dieses aber nicht.

Schluss mit den „Dieselinseln“

Abseits der Belange entlang der Strecke zwischen Hochstadt, Kulmbach und Hof mahnte Zeulner an, dass gerade das Schienenthema eines sei, welches man im Ganzen und frei von Kirchturmdenken betrachten müsse, weil es Auswirkungen in alle Richtungen und Bereiche der Heimat habe. Eine Kerbe, in die auch Reichhart schlug. Früher war man Grenzlandgebiet, heute aber ist man in „der Mitte Deutschlands“ und so gelte es, „Oberfranken in Zukunft verkehrstechnisch im Fokus zu haben“. Einem bei der Konferenz verwendeten Arbeitspapier zufolge, habe das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ohnehin vor, 70 Prozent der Strecken zu elektrifizieren, die im Fachjargon „Dieselinseln“ genannt werden.

Wenn die Züge schneller fahren, können sie auch öfters halten

Auch gibt es aus Sicht der Konferierenden Strecken, auf denen die Züge schneller werden müssen, was dann auch das Thema Lichtenfels-West ins Spiel bringt. „Wenn wir auf Gesamtstrecken schneller werden, dann ist ein Halt dort möglich“, so Zeulner zu der Idee eines zusätzlichen Bahnstopps im Umgriff von Concept Laser und dem Reundorfer Neubaugebiet. Auch hier spiele die Elektrifizierung der Oberfrankenachse eine Rolle, denn auf ihr derzeit notwendig stattfindende Lokumkoppelungen seien eben zeitraubend.

Wasserstoff auf den Schienen einsetzen

Veränderungen soll es auch in Bezug auf den Treibstoffbetrieb geben. „Wir möchten Wasserstoff auf den Schienen einsetzen“, erklärte Friedrich gegenüber der Presse und mit sachlicher Vehemenz. Dabei äußerte er die Hoffnung, dass Siemens bis 2023 ein dafür ausgelegtes Triebfahrzeug bereitstellen könnte. Gedacht sei der Einsatz eines solchen Fahrzeugs für den Raum Hochfranken. „Wasserstoff ist ein wichtiges Thema und die Bahn kann Vorreiter für den Straßenverkehr sein“, so Friedrich. Auch der Bahnhof Coburg soll Stärkung erfahren. Dort habe sich der ICE-Halt als Erfolg herausgestellt, mit guter Taktung und guten Zahlen. Die Kosten für einen Gleisausbau sollen vom Freistaat übernommen werden und in Bezug auf die hierfür anfallenden Planungskosten kam die Rede auf 300 000 Euro. Allerdings fände Planung noch in diesem Jahr statt. Auch das soll nach Worten Reichharts „Auswirkungen auf Lichtenfels“ haben. Man rücke zusammen.

Ein Fazit der Konferenz könnte aus CSU-Sicht in dem Satz von Friedrich bestanden haben, wobei man, wolle man die Schiene stärken, „über Verbesserungen dort nachdenken müsse, wo diese möglich“ seien. Die Konferenz dürfte eine Art Stoffsammlung dargestellt haben und nach Auskunft Zeulners besteht weiteres Vorgehen darin, Kostenschätzungen zu angesprochenen Punkten in Auftrag zu geben und es wurden „auch weitere Gespräche in verschiedenen Punkten vereinbart - es ist ein ständiger Prozess“.

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