Plastikmüll: Jeder kann etwas tun!

Mainblick: Benzinfasten entschleunigt
Ich bin schon lange davon überzeugt, dass wir unsere Natur schützen müssen. Schließlich bin ich ein Kind der 1980–er Jah... Foto: Guido Geelen

Dieses Thema brennt mir schon lange auf den Nägeln. Und wird mich bis an mein Lebensende beschäftigen: Vermeidung von Müll, vor allem von Plastikmüll. Warum gehen so viele Menschen mit dem Problem, mit dieser Aufgabe so sorglos um?! Warum können es so viele Menschen ignorieren? Warum können es ziemlich viele Menschen sogar leugnen? Wie die gesamte Umweltproblematik, wie den von Menschen gemachten Klimawandel? Das ärgert mich, das macht mich wütend. Damit ändere ich aber nichts. Nur wenn ich mit gutem Beispiel vorangehe, habe ich eine Chance, dass sich im Bewusstsein anderer etwas bewegt. Ich hinterfrage mein eigenes Verhalten, kaufe wieder anders ein (in den 1980-er Jahren waren wir eigentlich schon mal so weit), nehme mehr Aufwand in Kauf, um Kunststoffverpackungen, Plastikflaschen- und Tüten usw. aus meinem, aus unserem Alltag zu verbannen.

Wenn ich von unserem Alltag schreibe, meine meine beiden Kinder und mich. Ich lebe es vor, Femke (9) und Luis (11) sind längst sensibilisiert. Sie geben mir immer wieder Tipps, wie wir gemeinsam umweltfreundlicher leben können. Meine Tochter will nun, dass wir Shampoo, Duschgel und Flüssigseife aus unserem Haushalt verbannen, dass wir mit dem plastikverseuchten Inhalt der Kunststoff-Flaschen nicht weiter das Wasser belasten. Luis und ich sind sofort dabei, ab sofort werden nur noch feste Seifen gekauft.

Zurück zu meinem Ärger, der nichts bringt: Wenn ich vor dem Einkauf im Supermarkt die Getränkekisten im Pfandautomaten loswerden will, brauche ich ich meist sehr viel Geduld. Weil viele Kunden säckeweise Plastikflaschen anschleppen und die Leergut-Annahme sehr lange blockieren oder sie gar zum Stillstand bringen, da der Automat sich beim Schreddern des Kunststoffs „verschluckt“ hat. Manchmal nehme ich meine Kästen wieder mit, weil ich nicht gestresst einkaufen will. Ich genieße es, ohne Zeitdruck zu shoppen, gesunde Produkte auszuwählen und vor allem auf die Verpackung zu achten. Leider tönt es dann immer wieder aus dem Lautsprecher: „Störung am Leergutautomat.“ Schon habe ich die Müllberge wieder vor Augen. Aber sofort besinne ich mich: Veränderung beginnt im Kleinen. Und ich habe ja noch die Möglichkeit Ihnen, liebe Leser, meine Gedanken mitzuteilen. Wenn ich damit den ein oder anderen zum Nachdenken anrege, ist schon viel getan.

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