LICHTENFELS

Stadtwerke erzeugen künftig Solarstrom

Die Stadtwerke investieren bis 2020 knapp 2,3 Millionen Euro in drei Photovoltaik-Anlagen, um künftig selbst Solarstrom zu erzeugen. Diesem Vorhaben erteilte der Stadtrat seinen Segen.

Wie Werkleiter Dietmar Weiß erläuterte, entsteht bei Kösten mit dem Freiflächen-Solarpark an der A73 und der B289 das größte der drei Projekte zur Stromerzeugung mit Sonnenenergie. In den beiden Anlagen, die gut 2,05 Millionen Euro kosten, sollen laut Weiß 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Damit könnten etwa 830 Einfamilienhäuser mit einem Stromverbrauch von 3000 Kilowattstunden pro Jahr versorgt werden.

Einige Nummern kleiner sind die Vorhaben in Reundorf und Lichtenfels. Im Ortsteil soll die Anlage in die Lärmschutzwand für das neue Baugebiet integriert werden. Die Kosten bezifferte Weiß mit 115.000 Euro, die Stromerzeugung von jährlich 95.000 Kilowattstunden reiche für 32 Einfamilienhäuser.

Die Überdachung des Parkhauses Oberes Tor ist die dritte geplante Photovoltaikanlage. Ihre Solarzellen werden dem Werkleiter zufolge mit 83.000 Kilowattstunden pro Jahr Energie für 28 Einfamilienhäuser liefern.

Schritt zur Erfüllung eines Ziels der Vision 2030

Weiß warb für das Vorhaben, mit dem ein wichtiger Schritt für die Umsetzung eines Ziels der Vision 2030 getan werde. Dieses sehe vor, den Stromverbrauch aller städtischen Einrichtungen von etwa 5,5 Millionen Kilowattstunden aus erneuerbarer Energie zu decken.

Von den Stadträten gab es großes Lob für das Projekt. Monika Faber (SPD) regte ein Bürgerkraftwerk an. Laut Erstem Bürgermeister Andreas Hügerich und Werkleiter Weiß ist solch eine Unternehmung bei den geplanten Anlagen nicht spruchreif. „Über eine Bürgerbeteiligung können wir reden, wenn wir sehen, wie sich Solarstromerzeugung entwickelt“, so Hügerich. (hubi)

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