BAD STAFFELSTEIN

Die Woche vor 25 Jahren im Obermain-Tagblatt: Rückblick: Baptist Faulstich zum Bürgermeister gewählt

Nationaltorhüter Andreas Köppke (re.) – umringt von Fans bei einer Autogrammstunde in der Baur Kaufwelt Altenkunstadt. Foto: Repro: Ramming

Die Woche vor 25 Jahren im Obermain-Tagblatt

Der Freie-Wähler-Kandidat und bisherige geschäftsleitende Beamte der Stadt Staffelstein, Oberamtsrat Baptist Faulstich (56), gewinnt am 13. März 1994 die Bürgermeisterwahl in Staffelstein. Das Amt ist vakant, nachdem Reinhard Leutner zum Landrat gewählt wurde. Mit 54,29 Prozent der Stimmen ist das Votum sehr eindeutig. Die Mitbewerber Bernhard Hübner (CSU, 51) und Georg Müller (SPD, 43) kommen nur auf knapp 29 beziehungsweise 17 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 78,1 Prozent. Bereits zwei Tage später übergibt Zweiter Bürgermeister Alfred Meixner das Amt.

Fußball-Fieber in der Baur-Kaufwelt Altenkunstadt: Nationaltorhüter Andreas Köppke gibt eine Autogrammstunde anlässlich der Wiedereröffnung der Shopstraße, die bei dem verheerenden Brand am 17. Dezember 1993 durch das Löschwasser aus der Sprinkleranlage arg in Mitleidenschaft gezogen worden war und neu gestaltet werden musste. Da schieben die Fans alle Sicherheitsmaßnahmen beiseite, um ihrem Idol möglichst nahe zu kommen. Nachdem er zwei Tage zuvor etliche Glückwunschkarten zu seinem 32. Geburtstag bekommen haben dürfte, muss er nun hunderte Autogrammkarten signieren.

„The Sweet“ und „Slade“ in der Lichtenfelser Stadthalle

Rock'n'Roll-Fieber in der Stadthalle Lichtenfels: 800 Gästen weht beim Konzert von „The Sweet“ und „Slade“ der Wind der 1970-er-Jahre um die Ohren. Die Oldtimer-Formationen „können es noch“, resümiert der OT-Reporter und ist geneigt, „The Sweet“ als Support-Anheizer mehr Lorbeeren zuzugestehen als dem Hauptact „Slade“. Letztere kriegen den Sound ihrer Hits „Far far away“ und „My oh my“ nur blechern und schrill in die Halle. Während die „süßen“ Kollegen ihre Rhythmen hart, aber angenehm rhythmisch ins Blut der Zuhörer injizieren.

Nach zweijähriger Planung und vierjähriger Bauzeit wird in Burgkunstadt der Umbau des Kathi-Baur-Alten- und Pflegeheims „Sankt Heinrich“ gefeiert und der Altar in der neu gestalteten Heimkapelle geweiht. Auf 16 Millionen Mark beziffert Caritasdirektor Walter Schirmer die Sanierungskosten. Die Zahl der Pflegeplätze hat sich von 67 auf 85 erhöht.

Richtfeste in Michelau und Marktzeuln

Im Landkreis gedeihen und erblühen weiterhin die Gartenbauvereine: In der Draisdorf wird nun der 86. gegründet. 22 Mitglieder starten mit dem Vorstandsduo Rainer Klink und Beate Gürtler in die Zukunft. Der Jahresbeitrag beträgt zehn Mark.

„Löschwasser“ von oben: Am Marktzeulner Feuerwehrhaus wird Richtfest gefeiert – wieder bei Regenwetter. Das gab es auch schon beim ersten Spatenstich und bei der Grundsteinlegung. Zum Richtfest wird auch in der Michelauer Schlesienstraße geladen: In den neuen evangelischen Kindergarten „Haus Regenbogen“ sollen in einem halben Jahr zwei Kindergruppen einziehen.

Den ersten Spatenstich am „Haus der kirchlichen Dienste“, das am Lichtenfelser Burgberg für 6,6 Millionen Mark neben dem Bergschloss gebaut werden soll, vollführt Stadtpfarrer Alfred Bayer. Während das Bergschloss als Asylbewerberunterkunft noch für zwei Jahre an den Freistaat Bayern vermietet ist, entstehen daneben 6800 Kubikmeter umbauter Raum für soziale Zwecke, die den Menschen im Landkreis dienen sollen, so Bayer: Beratungsstellen, das erzbischöfliche Jugendamt, das katholische Bildungswerk und die Schuldnerberatung. Bezugsfertig sein soll der Bau binnen zwölf Monaten.

Unverständnis bei der Woffendorfer Feuerwehr

Kopfschütteln und Verärgerung bei der Woffendorfer Feuerwehr: Sie hat ein Feuerwehrauto, einen Kleinlaster, geschenkt bekommen und darf ihn nicht zum Transport ihrer Feuerwehrspritze benutzen.

Denn die Gemeinde gibt kein Ok für die In-Dienst-Stellung des bei einer aufgelösten Berliner Betriebsfeuerwehr heimatlos gewordenen Gefährts. Begründung: Die Stützpunktfeuerwehr sei modern genug ausgestattet und man wolle mit diesem Sonderwunsch keinen Präzedenzfall schaffen, der bei anderen Ortswehren Begehrlichkeiten wecken könnte. Der Bürgermeister meint: Die FFW könne das Fahrzeug ja zulassen und für gesellschaftliche Zwecke nutzen – nicht jedoch für den Ernstfall. Doch der Woffendorfer Widerstand formiert sich: Man will das Fahrzeug feuerwehrtechnisch prüfen lassen und einen neuen Antrag an die Gemeinde stellen.

Sabrina Kellner vom TV Burgkunstadt holt sich in ihrer Altersklasse den Bayerischen Meistertitel im Trampolinspringen, Vereinskameradin Pamela Bickel wird Dritte.

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