COBURG/LICHTENFELS

Neue Wege, um Patienten zu helfen

Das Klinikum Coburg wurde bundesweit als erster Kooperationspartner des renommierten Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg ausgewählt, individuelle Trainings- und Bewegungskonzepte bei Patienten umzusetzen. Dabei wird das Onkologische Zentrum Regiomed Coburg klinisch und wissenschaftlich eng mit dem vom NCT gegründeten Verein „OnkoAktiv“ und der Forschergruppe (AG Onkologische Sport- und Bewegungstherapie, Dr. Joachim Wiskemann) aus Heidelberg zusammenarbeiten. Krebserkrankungen können zu einer Vielzahl körperlicher und seelischer Einschränkungen führen, die durch die notwendigen medizinischen Maßnahmen wie Operation, Chemo- oder Strahlentherapie verstärkt werden. So kann ein Teufelskreis aus Immobilität und Verlust der Selbstständigkeit entstehen, die die Krankheitsprognose nachteilig beeinflussen.

Strukturiertes Konzept

Deshalb geht das Onkologische Zentrum Regiomed Coburg nun neue Wege. In Zusammenarbeit mit der Initiative „OnkoAktiv“ des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg wird ein strukturiertes Konzept mit einer ganzheitlichen Bewegungstherapie für die Tumorpatienten umgesetzt. Neben der hochwertigen medizinischen Behandlung wird allen Patienten gleich nach der Diagnosestellung ein individuelles regelmäßiges Bewegungstraining angeboten, angepasst ans persönliche Leistungsniveau, die Bedürfnisse und Vorlieben der Patienten. Dabei stehen Verbesserungen der Kraft und Ausdauer im Mittelpunkt, Übungen zur Stärkung der Gangsicherheit und des Gleichgewichts ergänzen das Training. „Die körperliche Fitness führt zu spürbar weniger Nebenwirkungen, steigert das Selbstbewusstsein und verbessert nachweislich die Krankheitsprognose. Bewegungstherapie wirkt sich somit im besten Sinne ganzheitlich positiv auf den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität unserer Patienten aus“, so Dr. Christof Lamberti, Leiter des Onkologischen Zentrums Regiomed Coburg. „Ich freue mich, dass wir auf die jahrelange Erfahrung des NCT Heidelberg und die dort entwickelten Trainingsprogramme zurückgreifen können. Einmalig für die Region Nordbayern setzen wir damit innovative Konzepte mit einem Netzwerk aus kooperierenden Fitnessstudios, Physiotherapiepraxen, Gesundheitsstudios und dem Förderverein für krebskranke Patienten Coburg und Umgebung um“, ergänzt der Koordinator des Projekts, Jens Langenhorst.

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