LICHTENFELS

Ausbildungsmesse ein Erfolgsmodell

Startklar: Bei einer Pressekonferenz wurden Programm und Ziele der bevorstehenden Ausbildungsmesse vorgestellt, von link... Foto: Alfred Thieret

Die 18. Ausbildungsmesse präsentiert sich am Samstag, 29. März, nach der offiziellen Eröffnung um 9 Uhr durch Landrat Christian Meißner von 9.30 bis 14 Uhr mit 86 Ausstellern und 16 Workshops erneut in einem großen Rahmen in den Räumen der Staatlichen Berufsschule.

Dies machte bei einer Pressekonferenz in der Berufsschule der Landrat deutlich. Nach einem bescheidenen Anfang mit der ersten Austragung der Messe in der Stadthalle, sei die Ausbildungsmesse längst zu einem Erfolgsmodell geworden, so dass man mit den fast 90 teilnehmenden Firmen mittlerweile schon hinsichtlich des Platzbedarfs ziemlich an der Kapazitätsgrenze angelangt sei. Er rechne auch in diesem Jahr wieder mit 800 bis 900 Besuchern und freue sich schon auf den Rundgang durch die Ausstellungsräume, bemerkte Christian Meißner.

Die 18. Ausbildungsmesse möchte den Jugendlichen Einblicke in die Vielfalt der im Landkreis und darüber hinaus angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten verschaffen, stellte der Schulleiter Hans-Jürgen Lichy fest. Neben Firmen und Handwerksbetrieben würden sich auch Innungen, Kammern, Verbände, Fachschulen, Krankenkassen, die Polizei, das Landratsamt und die Stadt Lichtenfels vorstellen. An den Info-Ständen können die Schüler erfahren, welche Ausbildungsberufe von den Firmen angeboten und welche Anforderungen gestellt werden. Zudem könnten die Jugendlichen bei 16 halbstündigen Arbeitskursen (Workshops) nähere Einblicke in eine Reihe interessanter Ausbildungsberufe gewinnen.

Die Ausbildungsmesse biete eine Plattform, mit Firmenvertretern, aber auch mit Auszubildenden aus den Betrieben ins Gespräch zu kommen, um sich umfassend über die verschiedenen Berufsbilder zu informieren, betonte Hans-Jürgen Lichy.

Vor allem das Handwerk habe massive Probleme, Ausbildungsplätze zu besetzen. An der Berufsschule seien in den vergangenen Jahren fast alle handwerklichen Berufe weggefallen. Ab dem neuen Schuljahr würden auch die Schreiner nicht mehr an der Berufsschule ausgebildet. Als Hauptausbildungsberufe nannte der Schulleiter Informatik, Technischer Produktdesigner und Lagerlogistik. Als ungeheuer wichtig erachtete er, dass die leistungsfähigen und gut ausgebildeten Realschüler, die oft zur Fachoberschule abwandern, für den Ausbildungsmarkt nicht verloren gehen. Der Dank des Schulleiters galt Oberstudienrat Rainer Sagasser und seinem Team für die zeitaufwendige Organisation der Ausbildungsmesse.

Auch Sparkassendirektor Roland Vogel, der den ausrichtenden Arbeitskreis „Schule und Wirtschaft“ vertrat, maß der Ausstellungsmesse einen hohen Stellenwert bei, der sich in der großen Zahl an Ausstellern widerspiegele. Er richtete einen eindringlichen Appell an die Eltern, ihre Kinder doch zur Messe zu begleiten, um ihnen bei der Berufswahl zur Seite stehen zu können. Die Jugendlichen sollten auch unbedingt die Möglichkeit eines Praktikums nutzen, um einen ersten Einblick in das Berufsbild der angestrebten Tätigkeit zu bekommen, damit ein Abbruch der Berufsausbildung vermieden werden kann.

Brigitte Glos, Leiterin der bei der Messe mit einem Stand vertretenen Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, berichtete zum Ende des Beratungsjahres 2012/2013 von einem rein rechnerisch ausgeglichenen Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Lichtenfels. Den 516 gemeldeten Ausbildungsstellen stünden demnach 530 gemeldete Bewerber gegenüber.

Für das aktuelle Beratungsjahr, dessen Zahlen in Kürze veröffentlicht würden, erwarte man eine ähnliche Entwicklung. Die Messe biete den Jugendlichen eine gute Gelegenheit berufliche Perspektiven zu entwickeln und Kontakte zu Ausbildungsbetrieben zu knüpfen. Sie leiste damit einen wichtigen Beitrag, junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen.

Schulamtsdirektor Norbert Hauck sah neben den berufsorientierten Maßnahmen an den Mittelschulen die Ausbildungsmesse als wichtigen Bestandteil der Berufsfindung der jungen Leute an.

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