LICHTENFELS

Aktion für Senioren: Mit Bildern und Geschichten

Inge Haas aus Lichtenfels (Mi.) bedankte sich bei Rosemarie Göhring (li.) und Stephen Bauersachs (re.) für die nette Grußbotschaft und die tollen Bilder der Kinder. Auf den nötigen Sicherheitsabstand musste auch hier geachtet werden. Foto: BRK

Mehr als 60 Seniorinnen und Senioren treffen sich normalerweise regelmäßig im Lichtenfelser BRK-Zentrum, um Körper und Geist Gutes zu tun. Die wöchentlichen Gymnastikstunden halten die Seniorinnen und Senioren in Schwung und beim monatlichen Seniorenclub verbringt man üblicherweise kurzweilige und gesellige Stunden miteinander. In Zeiten von Corona ist dies leider nicht möglich.

In schwierigen Zeiten eine Freude bereiten

Der stellvertretenden Vorsitzenden des BRK-Kreisverbands Lichtenfels, Rosemarie Göhring, liegt die Seniorenarbeit beim Roten Kreuz ganz besonders am Herzen. Dass aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen die üblichen Zusammenkünfte beim Roten Kreuz nicht stattfinden können, empfindet sie deshalb als schmerzlich. „Unsere regelmäßigen Treffen sind für viele unserer Seniorinnen und Senioren wichtige Veranstaltungen, die Freude, Kurzweiligkeit und Geselligkeit in ihr Leben bringen. Es tut mir deshalb im Herzen weh, dass wir derzeit nicht zusammenkommen können“, erklärt Rosemarie Göhring. „Gerade für ältere Menschen ist auch regelmäßige Bewegung sehr wichtig. Denn ,wer rastet, der rostet‘ und ich möchte, dass unsere BRK-Seniorinnen und -Senioren in Schwung bleiben“, so Rosemarie Göhring weiter.

Um den Kontakt zu den älteren Menschen zu halten, ihnen in dieser schwierigen Zeit eine Freude zu machen und sie gleichzeitig in Bewegung zu bringen, überlegte sich Rosemarie Göhring eine ganz besondere Aktion. Im Rahmen einer Grußbotschaft erhielten alle BRK-Seniorinnen und -Senioren eine „Bewegungsgeschichte“ und zwei dazu passende Bilder, welche von den Kindern der BRK-Kindertageseinrichtungen in Lichtenfels und Unnersdorf für die Seniorinnen und Senioren gemalt wurden, nach Hause geschickt.

In der Geschichte wird Rosi – die Namensgleichheit ist hier tatsächlich rein zufällig – bei einem Frühlingsspaziergang von einem Regenschauer überrascht. Sie sucht Schutz in einer Hütte und vertreibt sich die Zeit mit verschiedenen Bewegungsübungen. Nachdem sich der Regen verzogen hat, wird Rosi mit einem wunderschönen Regenbogen belohnt.

„Über die Grußbotschaft vom Roten Kreuz und die tollen Bilder der Kinder habe ich mich wirklich sehr gefreut. Es ist nicht selbstverständlich, dass man in dieser schwierigen Zeit an uns denkt“
Inge Hass, Seniorin

„Mit unserer Grußbotschaft wollten wir unsere BRK-Seniorinnen und –Senioren dazu motivieren, es Rosi gleich zu tun und in Bewegung zu bleiben“, erläutert Stephen Bauersachs, stellvertretender BRK-Kreisgeschäftsführer, der gemeinsam mit Rosemarie Göhring die „bewegende“ Grußbotschaft übermittelte. Die Seniorinnen und Senioren haben eine ganz besondere Verbindung zu den Kindern der BRK-Kindertageseinrichtungen in Lichtenfels und Unnersdorf. „Sie besuchen uns regelmäßig bei unseren Senioren-Veranstaltungen und führen auch immer eine Weihnachtsgeschichte an unserer Adventsfeier auf. Das ist jedes Mal eine große Freude für uns alle“, erläutert Rosemarie Göhring. Der Grußbotschaft waren deshalb neben der Bewegungsgeschichte noch zwei Bilder beigelegt, welche die Kinder für ihre „Freunde“ – die BRK-Seniorinnen und -Senioren – gemalt hatten. „Wir schaffen das gemeinsam“ lautete eine tolle Botschaft, die auf einem der Bilder von den Kindern übermittelt wurde.

Große Freude bei den Senioren

„Über die Grußbotschaft vom Roten Kreuz und die tollen Bilder der Kinder habe ich mich wirklich sehr gefreut. Es ist nicht selbstverständlich, dass man in dieser schwierigen Zeit an uns denkt und sich die Mühe und den Aufwand macht, uns eine Freude zu machen. Alle haben Sorgen und insbesondere das Rote Kreuz hat auch viel zu tun. Deshalb weiß ich diese tolle Geste sehr zu schätzen!“, dankte Inge Haas, die schon seit mehr als 20 Jahren an den wöchentlichen Übungsstunden der BRK-Seniorengymnastik teilnimmt. „Wenn ich das so höre, dann weiß ich, dass es die Mühe wert war“, freute sich Rosemarie Göhring. (red)

 

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