LICHTENFELS/KLOSTER BANZ

Ärzteausbildung: Mensch steht stets im Vordergrund

Ärzteausbildung: Mensch steht stets im Vordergrund
Bei der feierlichen Verabschiedung auf Kloster Banz: die Studenten mit Verantwortlichen der Medical School Regiomed und von Regiomed selbst und sowie dem Regiomed-Aufsichtsrat sowie den Gästen aus Kroatien Foto: red

Um dem drohenden Ärztemangel aktiv entgegenzuwirken, haben der Gesundheitsverbund Regiomed zusammen mit der staatlichen Universität Split (Kroatien) im Jahr 2016 die Medical School Regiomed gegründet. Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, vor Ort in Oberfranken und Südthüringen den klinischen Abschnitt des Medizinstudiums zu absolvieren.

24 Studierende nach Split entsandt

Auch in diesem Jahr hat die Regiomed-Kliniken GmbH im Rahmen des eignen Humanmedizin-Studiengangs 24 Studentinnen und Studenten zum ersten Teil des bilingualen Medizinstudiums nach Split entsandt. Bereits zum sechsten Mal wurden damit angehende Mediziner aus der Region in das Studienprogramm aufgenommen, das dem Ärztemangel entgegenwirken und den ärztlichen Nachwuchs sichern soll.

Kürzlich wurden die diesjährigen Erstsemester offiziell im Kaisersaal auf Kloster Banz verabschiedet. Neben der musikalischen Unterstützung durch Professor Dr. Johannes Kraft, Chefarzt der Fachklinik für Geriatrie und Rehabilitation am Klinikum Coburg, sowie Professor Dr. Walter L. Strohmaier, Chefarzt der Fachabteilung für Urologie am Klinikum Coburg, gab es vor allem auch motivierende und herzliche Worte der zahlreichen Festredner für die angehenden Studenten.

Neben Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke, Landrat Sebastian Straubel (Coburg), den beiden Leitern der Medical School, PD Dr. med Georg Breuer und Ann-Kathrin Heider sowie Frau Spielmann-Pfeuffer vom Förderverein gab es einen sehr motivierenden und inspirierenden Beitrag von Professor Dragan Primorac, ehemaliger Wissenschaftsminister von Kroatien und Mitgründer der Kooperation mit der Universität Split.

Ferner sprachen die extra für die Entsendungsfeier angereisten Professorinnen Valdi Pesutic Pisac, Pathologin und Prodekan für Qualität, und Ana Marusic, Anatomin und Direktorin des Instituts für Biomedizin der Universität Split. Dort wartet man schon mit Spannung und Vorfreude auf die „Neuen“ aus Deutschland.

Verantwortung des Berufs unterstrichen

Professor Dr. Johannes Brachmann, Geschäftsführer der Medical School Regiomed, unterstrich in seiner Rede die Freude, aber auch die Verantwortung, die der Arztberuf mit sich bringt. Aber auch Regiomed als Ausbilder der künftigen Ärztinnen und Ärzte übernehme mit dem Engagement eine große Verantwortung, gerade auch für die Zukunftsfähigkeit der Region. „Unser vorrangiges Ziel ist es, Ihnen die Vielfalt des Berufs näher zu bringen und Sie an Ihre künftigen Aufgaben heranzuführen. Ob Sie später in der Klinik, in der Praxis oder in der Forschung tätig sein werden, bitte denken Sie immer daran, dass der Mensch bei Ihrer ärztlichen Tätigkeit immer im Vordergrund steht. Ihren Weg dorthin mit zu begleiten und Sie dabei umfassend zu unterstützen, macht mir sehr viel Freude.“

Für die Studierenden begann am 27. September der Alltag zwischen Lehrsaal, Bibliothek, Labor und Klinik in der UNESCO Weltkulturerbestadt Split. In drei Jahren werden die Studierenden dann zum klinischen Teil des Studiums an die Regiomed-Kliniken zurückkehren und nach drei weiteren Jahren als Ärztinnen und Ärzte tätig werden.

Aktuell hat Regiomed über 130 Studierende im Studienprogramm aufgenommen; über 60 von ihnen befinden sich momentan bereits in den Einrichtungen vor Ort für die klinische Lehre.

Information: Studium an der Medical School Regiomed

In dem sechsjährigen Studienprogramm der Universität Split und des Regiomed-Verbundes verbringen die Studierenden die ersten drei Jahre an der Universität Split in Kroatien und erwerben dort die vorklinischen Grundlagen, bevor sie im vierten Studienjahr an die Regiomed-Kliniken nach Oberfranken und Südthüringen zurückkehren, um den klinischen Abschnitt abzuschließen. Dieses bilinguale Studienmodell ermöglicht jährlich bis zu 30 Studierenden das Studium der Humanmedizin an der Medical School Regiomed in Kooperation mit der Universität Split. Eine enge Bindung an die Kliniken der Region soll dafür sorgen, dass sich am Ende der Studienzeit viele Absolventen für eine Anstellung bei Regiomed entscheiden. (red)

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