Abschied an der Schneyer Grundschule

SCHNEY

Abschied an der Schneyer Grundschule

Im Rahmen einer ökumenischen Feier wurden die Schüler der 4. Klasse der Grundschule Schney im Beisein ihrer Eltern und Großeltern verabschiedet. Veronika Fath und Pfarrerin Tanja Vincent hatten die Idee mit den Meterstäben, die jedes Kind an seinem Platz vorfand. Man könne mit den Metern die Abstände messen, die zwischen Menschen wegen der Corona-Pandemie einzuhalten sind, meinte Veronika Fath, aber man könne auch damit Symbole darstellen, die an die vergangene Schulzeit erinnern, zum Beispiel eine Schultüte, die am Anfang stand oder eine Treppe, die man im Schulhaus unendlich oft gegangen war.

Mit dem Symbol Stern wies Tanja Vincent auf die Träume hin, die man vielleicht bezüglich der Zukunft hat. Sie faltete dann ein Schiff, das für einen Christen ein Symbol für einen guten Weg ist und einen Regenbogen, der an das Versprechen erinnert, das alles gut wird, ein wichtiger Trost für eine ungewisse Zukunft. Schließlich entstand aus den Metern das Wort Segen, der am Ende auch den Kindern in Kleingruppen mit auf den Weg gegeben wurde.

Im Rahmen der kleinen Feier wurde auch die Schulleiterin Nicole Münch verabschiedet, die an eine Schule im Landkreis Hof wechselt. Ihre Kolleginnen aus dem Fachbereich Religion würdigten ihre engagierte und menschliche Art im Umgang mit den Lehrern und den Kindern der Schule und bedauerten natürlich ihren Weggang.

Auch der Klassenleiter der 4. Klasse, Sören Bittner, verlässt die Schule. Er geht zurück in seine Heimat Thüringen. Was fehlte, waren natürlich die Kinder der anderen Klassen. Man merkte das an der fast unnatürlichen Ruhe, aber wie soll man sich auch miteinander austauschen bei fast zwei Metern Abstand und Mundmaske. Dennoch - die Wünsche für die bisherigen Mitschüler kamen trotzdem an, und zwar digital in Form von Videobotschaften. So anders sind eben die Feiern in Corona-Zeiten.