TREBGAST

31.000 strömen zur Naturbühne in Trebgast

Am 20. August beschloss die Naturbühne in Trebgast die Freiluftsaison 2022. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz. Foto: Thomas Eberlein und Naturbühne

Die zufriedenen Mienen sind nicht gespielt: Am 20. August beschloss die Naturbühne in Trebgast die Freilichtsaison 2022. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz und gaben eine Vorschau auf kommendes Jahr. Die Karten dafür gibt es im Vorverkauf ab dem 1. November.

Am Samstag, 20. August, wurde mit der letzten magischen Aufführung des Familienstücks „Aladin und die Wunderlampe“ nach drei Monaten die Freiluftsaison 2022 auf dem Wehlitzer Berg über Trebgast beschlossen - im Anschluss feierten die Aktiven den Erfolg. Denn nach zwei spielfreien Saisons zog es rund 31.000 Besucherinnen und Besucher auf die einzigartige Waldbühne zwischen Main, Fichtelgebirge und Frankenwald.

Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin Anja Dechant-Sundby zeigte sich über diesen großen Zuspruch sehr erfreut: „Mit solch einem großen Erfolg hätten wir nach der langen kulturellen Durststrecke nicht gerechnet! Die Zuschauerinnen und Zuschauer haben nicht nur unsere vier Eigenproduktionen, die mittelerweile das dritte Mal auf dem Programm standen und endlich gespielt werden konnten, gut angenommen. Auch unsere 18 Gastspiele rund um Musik, Comedy & Kabarett waren gut gefüllt - Waldschrat konnte sogar zweimal hintereinander vor ausverkauftem Haus spielen.“

Unter dem Motto „Kultur. Natur. Erleben. Begegnen“ spielten die leidenschaftlichen Akteure rund 70 Aufführungen des Bühnenklassikers „Diener zweier Herren“, des Familienstücks „Aladin und die Wunderlampe“, des Volksstücks „Nicht öffentlich“ sowie der Boulevard-Komödie „Kalender Girls“. Am besten wurde das diesjährige Familienstück mit rund 12.000 Zuschauern angenommen, gefolgt von der Komödie und dem Volksstück. Den diesjährigen Klassiker der Commedia de'll arte sahen mehr Personen, als aus den Vergleichsjahren zu erwarten war.

„„Mit solch einem großen Erfolg hätten wir nach der langen kulturellen Durststrecke nicht gerechnet!“
Anja Dechant-Sundby, Künstlerische Leiterin

Als positiv hebt Geschäftsführer Sigurd Sundby den Zusammenhalt in den vier Ensembles und auch in den Technik-, Kostüm-, Masken- und Gästedienstgruppen heraus. Gab es krankheitsbedingt immer wieder Ausfälle, sprangen andere unkompliziert und manchmal sehr spontan ein. „Vor allem bei der Übernahme von Rollen am Aufführungstag einer Vorstellung eine enorme Leistung“, lobt Siegfried Küspert, der 1. Vorsitzender des Verein Naturbühne Trebgast, den Einsatz der Schauspieler:innen.

Für den Herbst werden bühnenintern einige Fortbildungen beispielsweise ein Sprechtraining oder ein Kurs speziell für Kinder- und Jugendschauspielende angeboten - so werde das Gemeinschaftsgefühl noch weiter gestärkt und die Akteure weiter ausgebildet.

Landrat Klaus Peter Söllner hob die Bedeutung des „kulturellen Juwels im Landkreis Kulmbach“ als Aushängeschild für die gesamte Region hervor und sagte auch die zukünftige Unterstützung des Landkreises zu. Wie auch der Landkreis waren in dieser Saison wieder zahlreiche Partner an der Seite der Naturbühne und sicherten so die Realisierung der Spielzeit auf hohem Niveau. „Dieses Netzwerk möchten wir zukünftig noch weiter ausbauen und vor allem regionale Synergien stärken“, führt Geschäftsführer Sundby weiter aus.

Am 1. November startet der Vorverkauf für die Saison 2023. Dann gibt es wieder online unter www.dienaturbuehne.de oder an zahleichen Vorverkaufstellen in der Region Tickets, Abos und Gutscheine für:

„Der Revisor“ - in der klassischen Komödie des russischen Autors Nikolai Gogol aus dem Jahr 1835 wird ein junger Mann irrtümlich für den gefürchteten Revisor gehalten. Im Laufe des Stücks entpuppen sich allmählich alle Beamten der Stadt als bestechlich und korrupt. Im Familienstück „Wickie und die starken Männer“ erlebt der kleine Wickinger ein Abenteuer nach dem anderen. Zum Glück weiß er dabei immer einen pfiffigen Ausweg. Das ewige Leben wird nicht nur in Transsylvanien in Bram Stokers „Dracula“ gesucht, auch der „Brandner Kaspar“ versucht dem Tod von der Schippe zu springen und sorgt so für Verwirrung im himmlischen Leben. Mit dem „Gott des Gemetzels“ der erfolgreichen zeitgenössischen französischen Autorin Yasmina Reza geht die Bühne neue Wege. Drei Theater des Landkreises Kulmbach erarbeiten gemeinsam diese Produktion: Das Baumann, der Schauhaufen und die naturbühne arbeiten erstmals gemeinsam. In dem Stück versuchen zwei Elternpaare den Streit ihrer Söhne zu schlichten und entpuppen sich im Laufe des Abends als viel kindischer und streitwütiger als ihre Kinder es je sein könnten.

Kooperationen wichtig für Austausch

Diese Kooperationen seien wichtig für den Austausch und das kulturelle Miteinander, führt die Künstlerische Leiterin Anja Dechant-Sundby weiter aus. So wird auch das Kammertheaterstück „All das Schöne“ im Winter 2022 sowohl beim Theater „Das Baumann“, im Frankenwaldtheater Stadtsteinach und in Kronach zu sehen sein. Weitere Angebote im Rahmen der „Naturbühne unterwegs“ sind geplant, nachdem „Judas“ im Frühjahr 2022 erfolgreich in der evangelischen Kirche Stadtsteinach gezeigt wurde.

Abgerundet wird die Freilichtsaison mit Gastspielen – von Musik mit Konstantin Wecker, Barfly und den Zucchini Sistaz über Comedy & Kabarett mit Luise Kinseher, Wigald Boning und Bernhard Hoëcker lädt die Waldbühne zu Kulturgenuss auf höchstem Niveau ein.

Interessenten, die sich in der kommenden Saison auf oder vor der Bühne mit einbringen wollen, können sich gerne an das Team der Naturbühne wenden: info@dienaturbuehne.de. (red)

Rückblick

  1. Corona-Tagebuch: Wiedergeburt, Hölle, Scheitern
  2. Kinderbuchstabensuppe: Vom Sams bis zur gestohlenen Gans
  3. Kostenfallen beim Essen vermeiden
  4. Corona-Tagebuch: Warum Traditionen wichtig sind
  5. Corona-Tagebuch: Unglaubliche Szenen auf Schulhöfen
  6. Corona-Tagebuch: Die Sache mit der Autorität
  7. Corona-Tagebuch: Worauf es im Leben wirklich ankommt
  8. Corona-Tagebuch: Ein wahrer Fachmann
  9. Corona-Tagebuch: Wutzke trifft Weihnachten
  10. Oberfranken will den demografischen Wandel gemeinsam gestalten
  11. Johanniter: Weihnachtstrucker rollen wieder
  12. Oberfranken ist „Innovationsort des Jahres 2022“
  13. Jens Pfeiffer will Mikroplastik im Wasser aufspüren
  14. Corona-Tagebuch: Weil es Elvira genau weiß
  15. Corona-Tagebuch: Was diese Welt zusammenhält
  16. Oberfranken Offensiv über Innovation im Medizinalltag
  17. Prof. Stefan Voll zu WM: Das Spielfeld der Doppelmoral
  18. Corona-Tagebuch: Die Pille? Aber nur vegan
  19. Forschung an Motoren- und Kraftstofftechnik der Zukunft
  20. Markus Maria Profitlich und Big Band der Bundeswehr kommen
  21. Bis 30. November bewerben bei Jugend forscht
  22. Corona-Tagebuch: Die Zumutungen der Wirklichkeit
  23. Rare Schnäppchen für Kunstliebhaber
  24. Corona-Tagebuch: Das große Schnattern
  25. Corona-Tagebuch: Von Abmachungen und gutem Karma
  26. Corona-Tagebuch: Vom Polsprung und vom Eisprung
  27. Corona-Tagebuch: Bilder von längst vergangenen Tagen
  28. Corona-Tagebuch: Optimismus kann man trainieren
  29. Corona-Tagebuch: Einohriger Cappuccino-Affe
  30. Wort des Jahres: Die Wahl fällt auf „Waafn“
  31. Corona-Tagebuch: Nur die Wahrheit zählt
  32. Portrait: Über das Wirken von Erzbischof Ludwig Schick
  33. Corona-Tagebuch: Turnschuhe und Toter Mann
  34. Sternstundenmarkt im Neustadter Spielzeugmuseum
  35. Eyrichshof: Kunst im Schlosshof
  36. Corona-Tagebuch: Irgendwo zwischen Kabala und Exorzisten
  37. Hilfe zu Zeiten der Wohnungsnot
  38. Corona-Tagebuch: Das große Schnattern
  39. Corona-Tagebuch: Die freundliche ältere Dame
  40. 24 Musiker spielen in Bad Staffelstein für die gute Sache
  41. Corona-Tagebuch: Echte Sparsamkeit
  42. Uni Bamberg: Jetzt noch für das Wintersemester einschreiben
  43. Corona-Tagebuch: Das ist grandiose Rhetorik
  44. Kinderbuchstabensuppe: Einfach zum Gruseln schön
  45. Corona-Tagebuch: Spartipp für den Winter
  46. Kids erkunden Bauernhof in Kösten
  47. Sofia Öttl hofft auf Wintersemester mit Präsenzunterricht
  48. Frankenwald-Trekking: Jetzt aber Daunenschlafsäcke raus
  49. Corona-Tagebuch: Was für ein Geschenk
  50. Evangelische Kirche aktiv gegen Missbrauch

Schlagworte