REDWITZ

Wie der Linde in Mannsgereuth geholfen wird

Die Mannsgereuther Linde grünt nach der Pflege wieder
Zur Erhaltung der Mannsgereuther Linde wurde in den vergangenen Wochen gewässert und mit einem Spezialdünger zur Erhaltung des Naturdenkmal beigetragen. Schaut man die Dorflinde an, so hat das „gefruchtet.“ Außerdem ist vorgesehen, das Pflaster rund um das Rondell an der Linde zu... Foto: Werner Knoth,

Auf der Tagesordnung des Gemeinderats standen außerdem die Linde in Mannsgereuth, die Hausmülldeponie in Trainau und der Ersatzneubau Ostbayernring.

Bürgermeister Jürgen Gäbelein informierte, dass um die Mannsgereuther Linde ein Gitterrost verlegt werden soll. In enger Abstimmung mit dem Landratsamt Lichtenfels entfernt der gemeindliche Bauhof die Pflasterung. Hierbei ist darauf zu achten, dass das empfindliche Wurzelwerk nicht beschädigt wird. Durch den Gitterrost soll eine erneute Verdichtung des Bodens vermieden werden, so dass ungehindert Wasser an die Wurzeln gelangen kann. Auch verhindert das Gitter, dass Füllmaterial ausgetragen wird.

Die Kosten des Gitterrostes werden etwa 4500 Euro betragen. Der Landkreis wird einen Zuschuss von neun Prozent gewähren. Gleichzeitig wird die Gemeinde über das Landratsamt einen Förderantrag an die Denkmalpflege stellen. Verbleibende Restkosten in Höhe von etwa 3500 Euro sind von der Gemeinde Redwitz zu tragen. Das Gremium stimmte dem so zu.

Regierung von Oberfranken weist Einwände der Gemeinde zurück

Gäbelein gab bekannt, dass die Regierung von Oberfranken die Erlaubnis zum vorzeitigen Baubeginn des Ersatzneubaus Ostbayernring erteilt hat. Zu den Einwendungen der Gemeinde Redwitz führt die Regierung aus, dass bei Umsetzung einer vollständigen Waldüberspannung für die Masten Nummer 9 bis 11 („Ebnether Wald“) mit Höhen von über 100 Metern zu rechnen ist.

Ab dieser Höhe ist für die Masten Nummer 10 und 11 mit einer Nachtbefeuerung und eigener Stromversorgung zu rechnen. Zudem käme es bei Mast Nummer 9 zu einem vergrößerten Eingriff in ein geschütztes Biotop. Auch ist für die Baustelleneinrichtung beziehungsweise für Arbeitsflächen in jedem Fall ein Waldeingriff erforderlich. Durch die teils erheblich größer dimensionierten Masten käme es zu einem zusätzlichen Eingriff in das Landschaftsbild.

Wird die Gemeinde nach dem Planfeststellungsbeschluss klagen?

Demgegenüber sind in der Bestands-trasse Kompensationsmaßnahmen geplant, damit es langfristig bei einer Schneise bleibt. Die Vorhabenträgerin wird die vorhandenen Gehölze im Schutzstreifen „auf Stock setzen“, sodass zusammen mit den Vermeidungsmaßnahmen weiterhin von stabilen Bodenverhältnissen auszugehen ist. Unter Berücksichtigung aller Belange spricht einiges dafür, dass die Planfeststellungsbehörde die Rodung der Schneise zulassen kann.

Nach einer Mitteilung der TenneT werden die Bauarbeiten ab dem 14. Juni beginnen. Jochen Körner bedauerte, dass den Argumenten der Gemeinde nicht gefolgt wurde. Für eine Klage sieht er zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussicht auf Erfolg. Nach dem Planfeststellungsbeschluss sollte aber eine Klage in Erwägung gezogen werden.

Orientierende Untersuchung für Hausmülldeponie Trainau

Der Bürgermeister ließ wissen, dass das Landratsamt vor etwa sieben bis acht Jahren die ehemalige Hausmülldeponie Trainau hat historisch erkunden lassen. Damals sollte das Wasserwirtschaftsamt Kronach als Fachbehörde nach Vorlage des Ergebnisses über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Beauftragung einer weitergehenden orientierenden Untersuchung hat sich jedoch aufgrund fehlender staatlicher Haushaltsmittel bis heute hingezogen.

Diese wurden nun bewilligt, so dass das Wasserwirtschaftsamt noch heuer eine orientierende Untersuchung in Auftrag geben will. Hierzu werden Rammkernsondierungen und Schürfungen ausgeführt und Boden-, Bodenluft- und gegebenenfalls Wasserproben chemisch analysiert. Für die Gemeinde Redwitz entstehen in dieser Phase des Verfahrens noch keine Kosten.

Hinsichtlich der ehemaligen Hausmülldeponie Redwitz haben sich Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt der Einschätzung des Sachverständigen angeschlossen, dass der Gefahrenverdacht ausgeräumt ist. Weitergehende Maßnahmen sind nicht erforderlich. Die bodenschutzrechtliche Aufarbeitung der ehemaligen Deponie ist abgeschlossen.

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