NEUENSEE

Werkstätten St. Joseph: Wäscherei arbeitet auch für privat

Werkstätten St. Joseph: Wäscherei arbeitet auch für privat
Die modern eingerichtete Wäscherei der Werkstätten für Behinderte „St. Joseph“ in Neuensee beeindruckte den Landrat Christian Meißner (Mitte) Foto: Stefan Motschenbacher

Eine neue Wäscherei haben die Werkstätten für Behinderte St. Joseph in Neuensee eröffnet. Fortschritte machen auch die Umbauarbeiten im „Glascafé.“ Bei einem Besuch informierte sich Landrat Christian Meißner über die Aktivitäten in den Werkstätten.

Geschäftsbereichsleiter Thomas Neugeboren, Einrichtungsleiterin Sabine Schubert von Regens Wagner Burgkunstadt und Heidi Heid aus der Kreativabteilung begrüßten den Landrat da, wo bisher das schöne Glascafe untergebracht war und vor einigen Tagen der neue Estrich eingebracht wurde. Nun bestehe also wieder Rohbauzustand. Das Glascafé musste nach einem Wasserschaden im Sommer vorigen Jahres schließen und wird seither umgebaut. Die Verantwortlichen erklärten, dass auf Sicht keine Wiedereröffnung des Cafés möglich sei, da ein Hygienekonzept nur schwer umsetzbar ist. Ziel sei es aber, die Fläche optimal zu nutzen, Küche und Ausschank auf den neuesten Stand zu bringen und wieder eine gemütliche Gastronomie herzustellen.

In der Brauerei werden drei Biersorten gebraut

Werkstätten St. Joseph: Wäscherei arbeitet auch für privat
Eine kurze Verkostung des in der Brauerei der Werkstätten hergestellten „Stöfflas“ gehörte auch dazu. Foto: Stefan Motschenbacher

Anschließend ging es in die Brauerei, die momentan weiterbetrieben wird. Auch der Werkstattladen ist wieder geöffnet und es können nicht nur die bekannt schönen handwerklichen Artikel aus Metall, Geflecht, Stoff, Ton oder Holz gekauft werden, sondern auch das Bier aus der Brauerei. Zum „Werkstöffla“, einem unfiltriertem Kellerbier und dem Dunklen kam kürzlich das „Mondla“ dazu, ein süffiges Helles.

Der Rundgang erstreckte sich über die sozialen „Ersatzräume“, solange das Glascafé geschlossen ist und die Werkstätten bis zur modernen Wäscherei. Die pädagogische Leiterin Heike Schober erklärte, dass sich das Angebot der Wäscherei an Hotels und Heime, Firmen, Studios und Bäder richte. „Die Kapazitäten sind da“, sagte sie. Und man sei auch keine unerfahrene Mannschaft. Die Wäscherei in Burgkunstadt laufe schon über Jahrzehnte und zu den großen, sehr zufriedenen Kunden gehört Regens Wagner. Auch das Landratsamt sei Kunde. Weil in der Wäscherei bereits Feierabend war, als Landrat Meißner vorbei schaute, versprach er den Mitarbeitern: „Die nächste Wäsche bring ich selber vorbei und dann reden wir.“ Die Wäscherei ist mit modernsten, großen Maschinen ausgestattet und es ist auch möglich zu trocknen, zu mangeln und zu bügeln. Daher sei es in der „gläsernen Wäscherei“ auch möglich, private Wäsche zu waschen, bot Geschäftsbereichsleiter Neugeboren an. Interessierte könnten vorbeikommen, die einzelnen Arbeitsschritte verfolgend und die gesonderte Wäsche wieder in Empfang nehmen. Tatsächlich wirkt die Wäscherei gläsern, da die Südfront des Gebäudes große Fenster und Türen hat und somit helle, saubere, moderne Arbeitsplätze zur Verfügung stehn.

„Die nächste Wäsche bring ich selber vorbei und dann reden wir.“
Christian Meißner, Landrat

Gesamtleiterin Sabine Schubert von Regens Wagner bedauerte die Beeinträchtigungen duch die Seuche, denn die „Sehnsucht nach Arbeit ist da.“ Das belegten nicht nur die zahlreichen Nachfragen aus der Belegschaft. Auch Kunden fragten, wann wieder Normalbetrieb sei. Allerdings könne man den Betrieb nur sehr behutsam wieder hochfahren und mit Abstandsregeln und Plexiglas Stück für Stück wieder eröffnen.

Werkstätten St. Joseph: Wäscherei arbeitet auch für privat
Das schöne Glascafé der Werkstätten ist leider noch im Rohbauzustand. Eine Eröffnung nicht in Sicht. Foto: Stefan Motschenbacher

Bei einer kleinen Bierprobe im Freien lobte der Landrat die Arbeit der Mitarbeiter und Verantwortlichen und wünschte in jedem Bereich bald Normalbetrieb und viel Erfolg. Er kaufte auch gleich im Laden ein, überrascht von so vielen schönen Artikeln und dem vielfältigen Angebot. „Da ist bestimmt auch einmal ein Gastgeschenk fürs Landratsamt dabei“, sagte er. Die Werkstatt-, Bereichs- und Heimleitung luden zum nächsten Event ein und freuen sich auf Nachfrage der Bürger und der Wirtschaft.

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